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Medien Bahrain verweigert HAZ-Journalisten die Einreise
Mehr Welt Medien Bahrain verweigert HAZ-Journalisten die Einreise
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16:30 05.06.2013
Ende Mai kam es in Bahrain zu Zusammenstößen zwischen Demonstranten und Polizisten.
Ende Mai kam es in Bahrain zu Zusammenstößen zwischen Demonstranten und Polizisten. Quelle: dpa
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Hannover

Hintergrund der Einreiseverweigerung ist offenbar eine regierungsinterne Anordnung, keine ausländischen Fotografen mehr ins Land zu lassen. Auf diese Weise will das Regime verhindern, dass in westlichen Medien unliebsame Bilder von Willküraktionen gegen die Opposition, Straßenschlachten und Polizeirazzien veröffentlicht werden. Erst im November war ein Korrespondent der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ an der Grenze zurückgewiesen worden. Während das Informationsministerium den Vorfall damals als „bedauerliche Überreaktion eines örtlichen Grenzbeamten am Flughafen von Manama“ bezeichnete, geht die Verweigerung der Visa für Gehlen und Eglau nun auf eine ausdrückliche Weisung der Informationsministerin zurück.

Bahrain ist der einzige arabische Golfstaat, in dem es während des Arabischen Frühlings zu Unruhen kam. Die Mehrheit der Schiiten, die zwei Drittel der Bevölkerung ausmachen, fordert vom sunnitischen Königshaus und der sunnitischen Minderheit mehr Mitsprache in der Politik, ein Ende von Korruption und Polizeiwillkür sowie eine gerechtere Verteilung des Wohlstands. Nach Angaben von Menschenrechtsorganisationen sind seit März 2011 durch Polizeiaktionen oder Folter in Gefängnissen mindestens 87 Menschen gestorben. Amnesty International wirft in seinem jüngsten Jahresbericht der Führung und ihren Sicherheitskräften „exzessive Gewalt“ gegen Regimekritiker vor.

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