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Medien Aussteller zeigen auf der Gamescom die neuesten Trends
Mehr Welt Medien Aussteller zeigen auf der Gamescom die neuesten Trends
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12:27 21.08.2011
Von Frerk Schenker
Beliebtes Spiel: Stundenlang mussten diese Besucher auf der Gamescom anstehen, um das Spiel „Diablo 3’’ testen zu können Quelle: dpa
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Besucher der Gamescom brauchen in diesem Jahr vor allem zwei Dinge: Geduld und Durchblick. Bei der größten europäischen Computerspielemesse, die am Sonntag nach fünf Tagen in Köln zu Ende geht, ist nicht nur Schlangestehen angesagt. An den rund 10.000 Spielestationen zeigen Hunderte Aussteller aus aller Welt auch eine Fülle an neuen Spielen und Geräten, die manchen der geschätzten 250.000 Besucher überfordern dürfte. Ein Überblick mit den wichtigsten Neuheiten:

Mit der Playstation Vita will Sony den Markt aufrollen. Noch in diesem Jahr soll die neue Spielekonsole für die Hosentasche in den Handel kommen. Die Preisempfehlung der Japaner: 250 Euro mit WLAN-Ausstattung und 300 Euro mit Mobilfunkanbindung. Der Clou sind die beiden berührungsempfindlichen Touchfelder auf Vorder- und Rückseite, die Spieleentwickler zu neuen Ideen antreiben dürften. Die teure Variante besitzt einen Internetbrowser und ermöglicht so Zugang zu Netzwerken wie Facebook und Twitter. Während die PSP Vita mit Rechenpower und schicker Grafik der Konsole Nintendo 3DS Konkurrenz machen soll, greift Sony mit einer Billigversion die bei Daddlern immer beliebteren Smartphones an. Die abgespeckte PSP E-1000 gibt es ab Herbst zum Kampfpreis von 99 Euro – allerdings ohne WLAN-Anschluss. Ob das für den Befreiungsschlag reicht, bleibt abzuwarten. Im vergangenen Quartal verkaufte Apple pro Tag rund 226.000 iPhones, zudem gingen täglich 550.000 Smartphones mit Googles Betriebssystem Android über den Ladentisch. Im Gegensatz zu den Spielen für Konsolen ist der Zeitvertreib auf Smartphones häufig kostenlos – und die Auswahl an Spielen in den Onlineläden von Apple und Google schier endlos.

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► Beide erscheinen in diesem Herbst, Preis für PSP E-1000 etwa 99 Euro, Preis für PSP Vita etwa 250 bis 300 Euro.

Nintendo hat seine Erfolgskonsole Wii überarbeitet und bringt zum Weihnachtsgeschäft ein neues Modell auf den europäischen Markt. Vor allem an dem Design haben die Japaner geschraubt und dem Gerät eine frischere Optik verpasst. Was die Nutzer allerdings verärgern dürfte: Nintendo hat den Rotstift angesetzt und die Gamecube-Funktion eingespart. Zubehör und Spiele der alten Nintendo-Konsole funktionieren künftig nicht mehr auf der neuen Wii.

► Erscheint noch in diesem Jahr, Preis noch nicht bekannt.

Sony zeigt für seine Playstation 3 mit dem Bewegungssensor Move gleich eine ganze Reihe neuer Spiele, darunter das Tanzspiel „DanceStar Party“. Zu Dutzenden Liedern aus unterschiedlichen Musikrichtungen – jeweils in drei Schwierigkeitsstufen – können ein oder mehrere Spieler gleichzeitig tanzen.

► Erscheint am 21. Oktober, Preis etwa 75 Euro.

Microsoft hat auf eine Überarbeitung seiner Xbox 360 mit dem Bewegungssensor Kinect verzichtet und setzt bei der Gamescom stattdessen nur auf neue Spiele. Von den Fans lange erwartet: der Titel „Kinect Star Wars“, bei dem bewegungsgesteuert der Kampf mit dem Lichtschwert nachgespielt wird.

► Erscheint am 21. November, Preis etwa 45 Euro.

Sega erwärmt gleich mit zwei Spielen die Herzen der Klassikerfans. Der Igel Sonic, das blaue Maskottchen des Herstellers, feiert in diesem Jahr seinen 20. Geburtstag und darf sich deshalb in dem Jump’n’-Run-Titel „Sonic Generations“ austoben. Statt einer simplen Replik haben sich die Entwickler eine Überraschung ausgedacht: Der rasende blaue Igel wechselt in einigen Levels von der 3-D-Ansicht in die zweidimensionale Perspektive der Ur-Sonic-Spiele aus dem Jahr 1991. Auch in dem Spiel „Mario & Sonic bei den Olympischen Spielen London 2012“ lässt Sega den Titelhelden in Begleitung des berühmten Nintendo-Klempners wieder auferstehen.

► Beide Spiele erscheinen im November, Preis etwa zwischen 45 und 60 Euro. „Sonic Generations“ für PS3, Xbox 360 und Nintendo 3DS, „Mario & Sonic bei den Olympischen Spielen London 2012“ für Wii und 3DS.

Keine Arme und Beine, dafür Hände und Füße, die am Körper baumeln: Seit 1992 begeistert das Maskottchen des Spieleherstellers Ubisoft seine Anhänger. In „Rayman Origins“ erfahren die Spieler jetzt, wie aus dem Antihelden Rayman und seinem unförmigen Freund Globox die Helden späterer Titel wurden. Zusammen mit zwei Winzlingen versuchen die beiden, die in die Lichtung der Träume eingefallenen finsteren Kreaturen von Mr. Dark zu vertreiben. In 60 Leveln werden die Gegner bekämpft und fleißig Gegenstände eingesammelt – ein klassisches Jump-’n’-Run-Spiel eben.

► Erscheint im November für PS 3, Xbox 360 und Wii sowie im Frühjahr 2012 für 3DS und Vita, Preis je nach Gerät etwa zwischen 48 und 60 Euro.

Schon wieder eine Fortsetzung – aber was für eine: Mit „Uncharted 3 – Drake’s Deception“ spinnt Sony die Geschichte um den Abenteurer Nathan Drake weiter. Erste Auszüge des hochgelobten Abenteuer- und Actionspiels zeigen: Das Spiel setzt nicht nur auf eine aufwendige Grafik, sondern versucht auch mit einer packenden Handlung und Partien für mehrere Spieler zu überzeugen.

► Erscheint am 2. November, Preis etwa 66 Euro, für PS3.

Bereits der Titel verrät, dass dieses Spiel anders ist: Schräg, humorvoll und ein bisschen morbide kommt das PC- Game „Harveys neue Augen“ daher. Der Spieler begibt sich dabei auf eine Reise in den Verstand der verschlossenen Klosterschülerin Lilli, die mit einer garstigen Oberin zu kämpfen hat. Dazu gesellen sich 30 weitere skurrile Charaktere, die den Titel zu einem kurzweiligen Abenteuer- und Rätselspiel machen, das mit handgezeichneten Comics in Full-HD-Auflösung besticht.

► Erscheint am 26. August, Preis etwa 30 Euro, für Windows (ab 2000).

Oft kopiert, aber nach Ansicht der Fans nie erreicht: „Diablo“ ist für viele Zocker das Nonplusultra im Bereich der PC-Rollenspiele. Seit zehn Jahren lässt die Fortsetzung auf sich warten – auf der Gamescom gewährt Hersteller Blizzard jetzt erste Einblicke in „Diablo 3“. Mehrere Stunden warteten Besucher vor dem Stand, in die Euphorie mischten sich aber auch kritische Stimmen: Bei „Diablo 3“ können Spieler erstmals Gegenstände in einem Auktionshaus gegen echtes Geld handeln, was nicht bei allen Fans gut ankommt. Dennoch: Im Internetkaufhaus Amazon, wo man das Spiel seit Juni vorbestellen kann, liegt der Titel auf Rang zwei der Rollenspiel-Bestsellerliste.

► Erscheinungsdatum noch nicht bekannt, Preis etwa 60 Euro, für Windows und Mac.

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