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Medien „Aurelio Zen“ – James Bond auf Italienisch
Mehr Welt Medien „Aurelio Zen“ – James Bond auf Italienisch
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20:02 03.01.2013
Von Christiane Eickmann
„Werden wir eine Affäre haben?“ – „Ja.“ – Commissario Aurelio Zen (Rufus Sewell) fackelt nicht lange. Dabei wohnt er noch zu Hause bei Mama – ganz der italienische Macho. Quelle: ZDF
Mainz

Zwar ist Zen (gespielt von dem smarten britischen Kino- und Theaterschauspieler Rufus Sewell) auch ein Grübler, im Gegensatz zu seinen skandinavischen Kollegen aber trägt er maßgeschneiderte Anzüge und Designersonnenbrille und wird sehr offensiv von der attraktiven Polizeiassistentin Tania Moretti (Caterina Murino) angeflirtet. Schnell fragt sie: „Werden wir eine Affäre haben?“ Zens Antwort lautet: „Ja.“ Würde er nicht – Italien! – bei seiner Mutter leben, man könnte ihn für eine italienische Variante von James Bond halten.

Die erste Folge mit dem Titel „Vendetta“ strotzt vor Italien- und Mafia-Klischees, wird aber spannend und unterhaltsam erzählt:  Richter Bertolini wird in der Nähe einer abgelegenen Straße erschossen. Der Mörder, ein Mafioso namens Spadola, hält vorab eine kurze Rede über sein Motiv: Es geht ihm um persönliche Rache. Dann trägt er öffentlich vor, wen er denn noch so alles hinzurichten gedenkt. Dies sind alle Personen, die ihn einst in Gefängnis gebracht hatten: der Richter, ein illoyaler Komplize – und wie sollte es anders sein: auch Kommissar Aurelio Zen. Der hat unterdessen nicht nur Probleme mit Verbrechern, sondern auch mit den eigenen Kollegen. Offenbar ist Zen der einzige Polizeibeamte in Rom, der nicht korrupt ist. Zen ist sogar derart integer, dass er zum Gespött seines Kommissariats geworden  ist. Das hindert seine Kollegen jedoch nicht daran, ausgerechnet Zen damit zu beauftragen, die wahren Umstände des Mordes am Bauunternehmer Faso zu verschleiern.

Im Laufe der Ermittlungen muss Zen Rom verlassen und wie in einem Werbespot für seinen schnittigen Alfa 147 durch die italienische Landschaft kurven. Und bald geht es nicht mehr nur um den Rachefeldzug eines Gangsters und den Mord an einem Baulöwen. Denn Zen entdeckt ein Mädchen, das seit vielen Jahren versteckt in einer Höhle lebt.

Der von BBC und ZDF produzierte Dreiteiler Aurelio Zen nach der literarischen Vorlage des 2007 gestorbenen Briten Michael Dibdin ist konventionelle, aber sehr elegante Fernsehunterhaltung, ein wenig so, als habe man den Stil von „Miami Vice“ ins Rom der Jetztzeit gerettet. Die BBC plant trotz guter Quoten in Großbritannien keine zweite Staffel. Der profane Grund: Man habe zu viele männliche Ermittler im Programm.

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