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Medien Anzeige gegen Amazon wegen Vertriebs rechtsextremer Bücher
Mehr Welt Medien Anzeige gegen Amazon wegen Vertriebs rechtsextremer Bücher
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16:57 24.07.2009
Der Online-Buchhändler Amazon soll in  Deutschland rechtsextreme Bücher wie den sogenannten  „Rudolf Report“ des deutschen Rechtsextremisten und  Holocaust-Leugners Germar Rudolf verkauft haben.
Der Online-Buchhändler Amazon soll in Deutschland rechtsextreme Bücher wie den sogenannten „Rudolf Report“ des deutschen Rechtsextremisten und Holocaust-Leugners Germar Rudolf verkauft haben. Quelle: Jens-Ulrich Koch/ ddp
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Amazon habe „volksverhetzende, strafbare Schriften“ mit rechtsextremen und antisemitischen Inhalten auf seinen Internetseiten vertrieben, sagte der AJC-Sprecher dem „Tagesspiegel“ . Die Anzeige solle der Staatsanwaltschaft München voraussichtlich am Freitag zugestellt werden. Ein Sprecher der Staatsanwaltschaft sagte, bisher lägen noch keine Kenntnisse über eine Anzeige vor.

Das AJC hat dem Bericht zufolge bei einer Stichprobe Mitte Juli auf den deutschen Seiten von Amazon 60 „volksverhetzende Bücher“ gefunden. Auf entsprechende Hinweise zu den Funden habe Amazon nicht oder nur unzureichend reagiert. Die Bücher seien vor allem von Antiquariaten und Privatpersonen, aber auch von Amazon selbst vertrieben worden. Unter den Schriften sei auch der sogenannte „Rudolf Report“ des deutschen Rechtsextremisten und Holocaust-Leugners Germar Rudolf. Dieser behauptet darin, dass im Konzentrationslager Auschwitz niemals Gefangene mit Gas getötet worden seien.

Wie der „Tagesspiegel“ weiter berichtet, wirft das AJC Amazon vor, gezielt für Bücher mit volksverhetzendem Inhalt geworben zu haben. Mindestens seit Februar 2008 seien bei der Suchmaschine Google Anzeigen für den „Rudolf-Report“ geschaltet worden.

afp