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12:36 22.11.2012
Der Showmaster Thomas Gottschalk ist noch immer gefragt bei der ARD: Ihm soll die „Samstagabendbühne" freigehalten werden. Quelle: dpa

Die ARD und Thomas Gottschalk (62) – kommen sie nun noch einmal zusammen? „Wir reden mit ihm über konkrete Pläne. Er soll wieder auf die Samstagabendbühne“, sagte die scheidende ARD-Vorsitzende Monika Piel dem Magazin „Stern“ am Donnerstag. Nähere Angaben machte sie nicht. Ihre Fernsehdirektorin Verena Kulenkampff sagte am Donnerstag, die Gespräche mit Gottschalk dauerten an.

Kulenkampff hatte bereits vor zwei Monaten gesagt, es gebe eine „Versicherung von Gottschalk und unserer Seite zu schauen, ob wir etwas entwickeln können, das für den Hauptabend im Ersten und für den Moderator Thomas Gottschalk passt“. Als Zeitfenster gab sie dabei das erste Halbjahr 2013 an. Über den Charakter der Show wollte sie auch am Donnerstag keine Aussage treffen. Vielfach war spekuliert worden, Gottschalk könne eine Art Gegen-„Wetten, dass..?“ in der ARD inszenieren.

Der Showmaster hat innerhalb der vergangenen zwölf Monate eine Odyssee durchs Medium Fernsehen angetreten, die ihresgleichen sucht. Nach seinem Abtritt vom ZDF-Zugpferd „Wetten, dass..?“ im Dezember 2011 landete er im ARD-Vorabendprogramm, für das er zwischen Januar und Juni 2012 seine Show „Gottschalk Live“ bestritt. Die Sendung bescherte der ARD nach gutem Start jedoch dramatische Quotenverluste.

Gottschalk habe „vielleicht unterschätzt, dass man sich in einer so kurzen Sendung viel weniger ausleben kann als in einer großen Samstagabendshow“, sagte Piel dem „Stern“. Eine Kurzstrecke erfordere sehr viel Disziplin. Gottschalk sitzt mittlerweile in der RTL-Show „Das Supertalent“ in der Jury neben Dieter Bohlen und Michelle Hunziker. Auch diese Sendung, noch vor ein und zwei Jahren extrem quotenstark, fährt mit Gottschalk nunmehr Verluste ein. Am 15. Dezember ist das Finale – ob es in der nächste Staffel mit Gottschalk weitergeht, ist höchst ungewiss.

Die WDR-Intendantin Piel gibt den ARD-Vorsitz zum Jahresende ab. Dann übernimmt der NDR-Intendant Lutz Marmor das Amt.

dpa

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