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Medien „7 Töchter“: die Personality-Doku über Frauen mit bekanntem Namen
Mehr Welt Medien „7 Töchter“: die Personality-Doku über Frauen mit bekanntem Namen
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07:22 05.07.2019
In der Doku „7 Töchter“ spielt auch Cheyenne Ochsenknecht, die Tochter von Natascha Ochsenknecht, mit. Quelle: Britta Pedersen/zb/dpa
Berlin

Paparazzi-Verfolgungen, Mobbing und öffentliche Aufmerksamkeit: Sieben Töchter prominenter Eltern erzählen, wie es sich anfühlt, mit einem bekannten Namen aufzuwachsen. So sieht das Konzept einer neuen dreiteiligen Personality-Doku aus, die an das erfolgreiche TV-Format „6 Mütter“ angelehnt ist.

Wenn die neue Reihe am Dienstag (9. Juli, 20.15) bei Vox startet, empfängt Gastgeberin Laura Karasek, Tochter des verstorbenen Literaturkritikers Hellmuth Karasek, sechs Frauen mit einem ähnlichen Schicksal. Die Teilnehmerinnen sitzen auf einer halbkreisförmigen Couch und tauschen sich über ihr Leben aus.

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Hinter ihnen lächeln jeweils auf einem Plakat ihre berühmten Eltern. Elena Carrière, Lilith Becker und Cheyenne Ochsenknecht bilden dabei ein Triumvirat aus Schauspieler-Töchtern, während die anderen drei entweder einen Politiker (Caroline Bosbach), einen Circus-Chef (Lili Paul Roncalli) oder einen Sänger (Louisa Beyers) als Vater haben.

Die Frauen plaudern über ihre Erfahrungen und amüsieren sich über die eine oder andere Aussage ihrer Show-Kolleginnen. Laura Karasek fungiert dabei als Taktgeberin, die mit gezielten Fragen versucht, eine Diskussion zu entfachen. Damit es genügend Gesprächsstoff gibt, schauen sich alle gemeinsam die Alltags-Porträts der jeweiligen Prominenten-Töchter an. Vorgesehen sind zwei pro Folge.

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In der ersten tauchen die Zuschauer mit den Teilnehmerinnen in das Leben von Cheyenne Ochsenknecht (19) und Lili Paul Roncalli (21) ein, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Die eine wirkt extrovertiert und aufmüpfig, die andere eher beherrscht, klug und besonnen.

Während Cheyenne in dem Porträt größtenteils mit ihrer Mutter (Natascha Ochsenknecht) herumalbert und sich auf ihre Führerscheinprüfung vorbereitet, sieht man Lili stets im Umfeld des Circus-Betriebs, wie sie für ihre Auftritte als Artistin trainiert, die passenden Glitzeroutfits anprobiert oder ihrem Vater (Bernhard Paul Roncalli) bei der Arbeit über die Schulter schaut.

Besonders oft fällt das Wort „süß“

Zwischendurch werden Interviewausschnitte eingeblendet, in denen die Protagonistin, deren Elternteil oder die restlichen Kandidatinnen in die Kamera sprechen. Die Personality-Doku bemüht sich um Abwechslung und Entertainment, weshalb sie in günstigen Augenblicken in das Studio zu der Talkrunde zurückkehrt, wenn eine der Frauen auf die gezeigten Porträt-Aufnahmen mit einem kernigen Kommentar reagiert. Besonders oft fällt das Wörtchen „süß“.

„7 Töchter“ ist Wohlfühlfernsehen, das auf der Oberfläche bleibt, ohne den Gang in die Tiefe zu wagen. Wie sich der berühmte Name auf das Leben der Sprösslinge auswirkt, welche Vor- und Nachteile sich durch ihn ergeben, darüber erfährt man relativ wenig. Stattdessen entsteht der Eindruck, dass die Doku-Reihe den Promi-Status der Eltern dafür benutzt, die Zuschauer vor die Bildschirme zu locken und am Alltag junger Frauen teilhaben zu lassen, der sich von dem gewöhnlicher Menschen kaum unterscheidet.

Von RND/dpa