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Welt Klöckner will Lebensmittelverschwendung in Deutschland reduzieren
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05:00 17.11.2018
Die Bundesregierung will die Menge weggeworfener Lebensmittel bis 2030 halbieren. Quelle: dpa
Berlin

Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU) will mit einer gesamtgesellschaftlichen Strategie die Lebensmittelverschwendung in Deutschland deutlich verringern. Wie aus einem Eckpunktepapier des Bundeslandwirtschaftsministeriums hervorgeht, plant die CDU-Politikerin eine Strategie zur Reduzierung der Lebensmittelverschwendung unter Einbeziehung der Länder und Kommunen sowie von Wirtschaft, Wissenschaft und Verbrauchern. Das Papier liegt dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND) vor.

„In Deutschland entstehen rund 11 Millionen Tonnen Lebensmittelabfälle im Jahr, wobei rund 61 Prozent in den privaten Haushalten und je rund 17 Prozent von Industrie und Großverbrauchern verursacht werden“, heißt es in dem Strategiepapier. Ziel ist es demnach, bis zum Jahr 2030 die Lebensmittelverschwendung in Deutschland zu halbieren.

Klöckner will weniger Essen im Müll

Um dies zu erreichen, will die Bundesregierung verlässliche Daten bereitstellen, auf deren Grundlage wirksame Maßnahmen zur Reduzierung der Lebensmittelabfälle identifiziert werden können. Produktionsbetriebe sind zu einem sorgsameren Umgang mit Agrarrohstoffen angehalten; zudem sollen sie durch verbesserte Produktionsabläufe Lebensmittelabfälle verringern. Um Jugendliche für das Thema zu sensibilisieren, soll es in Lehrpläne integriert werden; zudem will das Bundeslandwirtschaftsministerium künftig stärker soziale Medien wie Instagram, Twitter und Facebook nutzen, um junge Menschen zu erreichen. Darüber hinaus sollen digitale Innovationen die Verschwendung eindämmen: „Das BMEL beabsichtigt z.B. im Rahmen seines Innovationsprogramms ein Projekt der Tafel Deutschland e.V. zu fördern, welches mit Hilfe der Digitalisierung das Abgabesystem zwischen Handel und Tafeln verbessern soll“, heißt es in dem Strategiepapier.

„Die Strategie gibt den Rahmen vor, um gemeinsam Maßnahmen zur Vermeidung von Lebensmittelabfällen festzulegen und ein gesellschaftliches Umdenken zu erreichen: mehr Wertschätzung gegenüber unseren Lebensmitteln und den Ressourcen für deren Herstellung“, schreibt das Bundeslandwirtschaftsministerium. Lebensmittelverschwendung sei aus ethischer, ökologischer und ökonomischer Sicht nicht akzeptabel. Das Ministerium beziffert das jährliche Einsparpotenzial durch eine Vermeidung von Lebensmittelabfällen in Handel und Konsum auf rund 30 Milliarden Euro.

Am Montag wird in Berlin die „Europäische Woche der Abfallvermeidung“ eröffnet. Die europaweite Kommunikationskampagne will die Europäer dazu bringen, weniger Müll zu produzieren.

Von Marina Kormbaki/RND

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