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Kultur Rettung naht mit Fleischsalat
Mehr Welt Kultur Rettung naht mit Fleischsalat
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12:43 31.12.2014
Christof Stein-Schneider (l.) und Fabian Schulz sind zwei Drittel von Wohnraumhelden. Quelle: Wohnraumhelden
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„Wir sind halt Indie“, sagt Gitarrist und Sänger Stein-Schneider über das Konzept der Band, „Musik muss man nicht können, sondern machen.“ Dass er es kann, hat der zottelhaarige Grellanzugträger einem Massenpublikum bei Fury in the Slaughterhouse bewiesen.

Auf der Bühne sorgen unter anderem Martin Huch mit der Steel-Gitarre, Ekki Hüdepohl am Keyboard und Ex-Fury-Kollege Rainer Schumann an den Drums für das knackige, solide Fundament, auf dem Stein-Schneider und Schulz ihre skurrilen Geschichten ausbreiten dürfen. Im Heinz ist es eng, auf der Bühne auch. Elf Musiker machen den Sound fett und haben Spaß am Auftritt.

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„Like Mich“, der Eröffnungssong, wabert rhetorisch reduziert um die Facebook-Lust herum. Country und Funk sind musikalische Hauptbestandteile. Zwischendurch dann das überraschende „Neue Projekt“ - in der Ballade verwenden sie alle Klischees, die ein Liebeslied ausmachen. „Der Himmel schreit hipp, hipp, hurra auf Wolke sieben“ - schmalziger geht es kaum. „Frisör“ glänzt mit einem souverän geblasenen Blues-Brothers-Intro.

Das Universum der Helden ist klein, es reicht vom Ihme-Zentrum bis zur Limmerstraße, Engelbostel wird zum Feindesland für die Lindener. Das ist Unterhaltungspunk mit knackigen Bläsersätzen, Chor und Spielereien zwischen Pogo, Reggae und Mariachi. Die Zugaben sind das altbekannte „Lindener In Der List“ und „Fleischsalat“, das, wie Stein-Schneider sagt, „Time to Wonder“ der Wohnraumhelden. Die Fans feiern das und alles andere ausgiebig.

„Rettung naht!“ (La-La-Land). Infos unter www.wohnraumhelden.de

Von Michael Krowas

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