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Kultur Violinwettbewerb beginnt im September
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18:09 17.04.2012
Von Stefan Arndt
8. Internationaler Joseph Joachim Violinwettbewerb. PK. Prof. Krzysztof Wegrzyn, Julia Albrecht und Joachim Werren. Hannover am 17. April 2012. Foto: Martin SteinerVeroeffentlichung in Print/Online/Apps nur mit Namensnennung!
8. Internationaler Violinwettbewerb: Prof. Krzysztof Wegrzyn, Julia Albrecht und Joachim Werren. Quelle: Steiner
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Hannover

Die Vorbereitungen für eine neue Ausgabe des hannoverschen Violinwettbewerbs haben begonnen. Vom 30. September bis zum 13. Oktober wird wieder die junge Geigenelite der Welt zu Gast in der Stadt sein. Die „internationale Strahlkraft“, die der Generalsekretär der Stiftung Niedersachsen, Joachim Werren, der Veranstaltung attestiert, ist ein wichtiger Grund, warum die Organisation ihr größtes Förderprojekt auch nach 21 Jahren fortführt. Durch ihr Engagement ist der Wettbewerb mit insgesamt 140000 Euro Preisgeld der weltweit höchstdotierte für Geiger. Für Werren steht er deshalb längst in einer Reihe mit den renommierten Musikwettbewerben wie denen in Brüssel, Moskau oder München. Und weil „ein guter Wettbewerb auch einen guten Namen haben muss“, kündigte Werren die erste Neuigkeit des diesjährigen künstlerischen Kräftemessens an: Es heißt nun „Internationaler Joseph-Joachim-Violinwettbewerb Hannover“. Joachim, dessen Karriere als einflussreichster deutscher Geiger des 19. Jahrhunderts an der hannoverschen Oper begann, war vorher nur ein Namenszusatz.

Der künstlerische Leiter Krzysztof Wegrzyn lieferte mit seiner Vorstellung des Programms weitere Argumente für die hohe Qualität des Joachim-Wettbewerbs. Bei den Konzerten sind nicht nur die beiden Orchester der Stadt vertreten, auch das renommierte Münchener Kammerorchester ist in diesem Jahr mit von der Partie. Zur Eröffnung am 29. September spielt der Sieger der Wettbewerbsausgabe vor drei Jahren, Fumiaki Miura. Karen Kamensek dirigiert das Niedersächsische Staatsorchester, das wegen Bauarbeiten im Opernhaus im Funkhaus auftreten wird. Am 5. Oktober gibt es am selben Ort ein Sonderkonzert der Radiophilharmonie mit der Geigerin Viktoria Mullova. Das Finale wird am 11. und 12. Oktober im Funkhaus ausgespielt, der Finne Hannu Lintu und die NDR Radiophilharmonie begleiten dabei die letzten sechs Teilnehmer. Am 13. Oktober gibt es schließlich das Gala-Preisträgerkonzert.

Das Münchener Kammerorchester, das Erfahrung mit solchen Auftritten hat, wird vom 6. bis zum 9. Oktober beim Halbfinale in der Musikhochschule zu hören sein. Geleitet wird es von den Solisten selbst, die sich damit erstmals nicht nur als Geiger, sondern auch als Ensembleleiter bewähren müssen. In dieser Runde wird auch das Auftragswerk gespielt: eine Komposition von Peter Francesco Marino, der sich in Hannover nicht nur als Leiter des Oratoriumchores einen Namen gemacht hat, sondern auch als Komponist der Staatsopernproduktion „Mutter Bajazzo“.

Neben dem Wettbewerb gibt es ein umfangreiches Begleitprogramm: Das Vermittlungsprogramm „Zu Gast im Klassenzimmer“ wird mehr als 2000 niedersächsische Schüler in direkten Kontakt mit jungen Spitzengeigern bringen, die in der Reihe „Zu Gast in Niedersachsen“ vor und während des Wettbewerbs auch abseits der Landeshauptstadt auftreten werden. Alle Wettbewerbskonzerte werden zudem live im Internet zu verfolgen sein (www.jjv-hannover.de).

Welche 35 Geiger am Wettbewerb teilnehmen werden, ist noch offen, die Bewerbungsfrist endet im Mai. Die Zusammensetzung der Jury ist dagegen längst festgelegt - aber noch geheim: Sie wird wie immer erst 24 Stunden vor Wettbewerbsbeginn bekannt gegeben.

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