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Kultur „Unwort des Jahres 2009“ gesucht
Mehr Welt Kultur „Unwort des Jahres 2009“ gesucht
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12:00 22.10.2009
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Dabei könne es sich um einzelne Wörter oder Formulierungen handeln, die in der Politik oder Verwaltung, in Kulturinstitutionen oder Medien, in Wirtschaft, Wissenschaft, Technik oder in einem anderen Bereich öffentlich verwendet wurden.

Seit Anfang 2009 sind bereits mehr als über 500 Vorschläge eingegangen. Darunter seien sehr „unwortverdächtige“ Sprachschöpfungen wie „Beiboot-Lösung“ (Beschönigung von „bad bank“), „betriebsratsverseuchte Mitarbeiter“, „erweiterter Suizid“ (für Amoklauf), „Flüchtlingsbekämpfung“, „Halteprämie“ (für Spitzenmanager unmittelbar vor ihrem Ruhestand).

Die Entscheidung über das „Unwort des Jahres“ trifft eine unabhängige Jury. Wie oft ein bestimmter Vorschlag genannt wird, ist für die Entscheidung nicht maßgeblich. Vorschläge können bis 11. Jnauar 2010 eingereicht werden.

Die Adresse lautet: Horst Dieter Schlosser, Universität Frankfurt (Fach 161), 60629 Frankfurt a.M.

E-Mail: Unwort@em.uni-frankfurt.de.

Im vergangenen Jahr war das „Unwort des Jahres“ „notleidende Banken“. In den Jahren davor waren „Herdprämie“ (2007), „freiwillige Ausreise“ (2006) „Entlassungsproduktivität“ (2005), „Humankapital“ (2004), und „Tätervolk“ (2003) gewähtl worden. (unwortdesjahres.org)

ddp