Menü
Oberhessische Presse | Ihre Zeitung aus Oberhessen
Anmelden
Kultur „Oh Boy“ als bester Europäischer Film nominiert
Mehr Welt Kultur „Oh Boy“ als bester Europäischer Film nominiert
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
19:02 09.11.2013
Der Schauspieler Tom Schilling. Quelle: dpa
Anzeige
Berlin

Die deutsche Tragikomödie „Oh Boy“ ist für den Europäischen Filmpreis als bester Spielfilm nominiert. Tom Schilling, Hauptdarsteller des melancholischen Schwarz-Weiß-Films, geht außerdem in der Kategorie bester Schauspieler ins Rennen. Als beste europäische Schauspielerin konkurriert die Deutsche Barbara Sukowa („Hannah Arendt“) gegen Kolleginnen wie Naomi Watts („The Impossible“) und Keira Knightley („Anna Karenina“), wie die Europäische Filmakademie am Samstag beim Filmfestival im spanischen Sevilla bekannt gab. Großer Filmpreis-Favorit mit insgesamt sechs Nominierungen ist das belgische Drama „The Broken Circle“ von Felix Van Groeningen.

„Oh Boy“, das Erstlingswerk von Independentfilmer Jan Ole Gerster über einen liebenswerten Berliner Tagträumer, ist vier Mal nominiert: Nicht nur als bester Film und für den besten Darsteller, sondern auch bester Debütfilm und für den Publikumspreis. Tom Schilling muss sich in der Kategorie bester Schauspieler unter anderem gegen Jude Law („Anna Karenina“) und Johan Heldenbergh („The Broken Circle“) behaupten. Die Filmpreis-Gewinner werden am 7. Dezember bei einer Gala in Berlin gekürt.

Anzeige

In der Königskategorie bester Spielfilm gehen sechs Filme an den Start. Chancen auf den Hauptpreis haben neben „Oh Boy“ und „The Broken Circle“ auch der Cannes-Gewinner „Blau ist eine warme Farbe“ von Abdellatif Kechiche (Frankreich), „The Best Offer – Das höchste Gebot“ von Giuseppe Tornatore (Italien), „La Grande Bellezza – Die große Schönheit“ von Paolo Sorrentino (Italien) und „Blancanieves – Ein Märchen von Schwarz und Weiß“ von Pablo Berger (Spanien).

Erstmals vergeben die rund 2900 Filmakademie-Mitglieder auch einen Preis für die beste Komödie. Um diesen Titel bewerben sich unter anderem Pedro Almodovars Flugbegleiter-Klamotte „Fliegende Liebende“ (Spanien) und Susanne Biers romantische Komödie „Love Is All You Need“ (Dänemark) mit Pierce Brosnan in einer der Hauptrollen. Almodovar erhält außerdem einen Sonderpreis, die Auszeichnung für den Europäischen Beitrag zum Weltkino.

Bereits bekannt gegeben wurde der Preis für das Lebenswerk, der dieses Jahr an die französische Schauspielerin Catherine Deneuve geht. Der italienische Komponist Ennio Morricone („Spiel mir das Lied vom Tod“) erhält die Auszeichnung für die beste Filmmusik („The Best Offer – Das höchste Gebot“).

Als beste Regisseure gehen folgende Filmemacher an den Start: Felix Van Groeningen („The Broken Circle“), Abdellatif Kechiche („Blau ist eine warme Farbe“), Giuseppe Tornatore („The Best Offer – Das höchste Gebot“), Paolo Sorrentino („La Grande Bellezza – Die große Schönheit“), Pablo Berger („Blancanieves – Ein Märchen von Schwarz und Weiß“) und Francois Ozon („In ihrem Haus“).

dpa

Kultur Regisseur Verhoeven - Aufstehen und widersetzen
Daniel Alexander Schacht 08.11.2013
Kultur Münchener Kunstfund - Eine Spur aus Hannover
Johanna Di Blasi 08.11.2013