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Kultur Theaterregisseur Jürgen Gosch beerdigt
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14:45 22.06.2009
Theaterregisseur Jürgen Gosch genommen wurde an diesem Montag auf dem Dorotheenstädtischen Friedhof in Berlin-Mitte beigesetzt. Quelle: Steffi Loos/ddp

Er zählte zu den wichtigsten Vertretern des zeitgenössischen Theaters und war am 11. Juni an einer Krebserkrankung gestorben.

Die Trauerreden hielten der Dramatiker Roland Schimmelpfennig und Berlins Kulturstaatssekretär André Schmitz. Schimmelpfennig sagte in seiner kurzen, aber sehr emotionalen Rede, der Schmerz sei unbeschreiblich. „Wir verlieren einen großartigen Künstler und wunderbaren Menschen.“ Bis zum Schluss habe Gosch „wirklich gekämpft“ und „immer weiter gemacht“. Er dankte dem verstorbenen Regisseur für dessen Kompromisslosigkeit, Unvoreingenommenheit, Humor, Offenheit und Neugier. Gosch hatte zuletzt am Deutschen Theater Berlin Schimmelpfennigs „Idomeneus“ inszeniert.

Schmitz sagte, Schauspieler hätten an Gosch die Freiheit, die er ihnen beim Arbeiten gab, gelobt. Auch die Zuschauer hätten den Regisseur geliebt, selbst wenn er dem Publikum viel zugemutet und sich nie angebiedert habe. „Wir verneigen uns vor einem ganz Großen des deutschen und europäischen Theaters“, betonte Schmitz.

Unter den zahlreichen Trauergästen waren neben den Angehörigen unter anderen die Intendanten und Regisseure Oliver Reese, Ulrich Khuon, Thomas Langhoff, Claus Peymann und Jürgen Flimm sowie die Schauspieler Ulrich Matthes und Ernst Stötzner.

Gosch wurde 1943 in Cottbus geboren und studierte an der Hochschule für Schauspielkunst „Ernst Busch“ in Berlin. Als 1978 seine Inszenierung von „Leonce und Lena“ an der Volksbühne Berlin aus politischen Gründen abgesetzt wurde, siedelte er in den Westen über. Er arbeitete an Theatern in Hannover, Bremen, Köln, Hamburg, Franfurt am Main und Bochum und wurde vielfach ausgezeichnet.

Auf dem 1762 angelegten Dorotheenstädtischen Friedhof in Berlin-Mitte haben zahlreiche prominente Künstler ihre letzte Ruhestätte gefunden - so die Schriftsteller Heinrich Mann, Bertolt Brecht, Johannes R. Becher, Arnold Zweig und Anna Seghers, die Schauspielerin Helene Weigel sowie der Regisseur Heiner Müller.

ddp

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