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Kultur Studentenfilmfestival „Sehsüchte“ startet zum 40. Mal
Mehr Welt Kultur Studentenfilmfestival „Sehsüchte“ startet zum 40. Mal
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08:53 02.05.2011
Der Regisseur Wim Wenders gehört zu den Gästen des 40. Internationalen Studentenfilmfestivals «Sehsüchte» in Potsdam. Quelle: dpa
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Vorhang auf, Film ab: Eine Woche lang gehört die Bühne den Nachwuchsfilmemachern. Am Montag startet in Potsdam zum 40. Mal das Internationale Studentenfilmfestival „Sehsüchte“ (2. bis 8. Mai) . Es gilt als größtes seiner Art in Europa und lockt regelmäßig rund 10.000 Besucher an. In diesem Jahr winken Preisgelder von mehr als 48.000 Euro in 15 Kategorien.

Gezeigt werden etwa 100 Filme aus über 25 Ländern, 70 davon im Wettbewerb. Sie wurden ausgewählt aus mehr als 1200 Beiträgen, die Filmstudenten aus 69 Ländern eingereicht hatten. „Die Themenvielfalt ist sehr groß“, sagte ein Sprecher im Vorfeld. Gemein ist vielen Beiträgen jedoch der Ernst: So werden Ausgrenzung und Flüchtlingsdramen gezeigt, aber auch - zum Teil sehr drastisch - das Altwerden mit Demenz.

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Eröffnet wird das Festival von Kulturstaatsminister Bernd Neumann in den Thalia Kinos (17.30) . Nach der Vorführung erster Filme ist in der Hochschule für Film und Fernsehen „Konrad Wolf“ (HFF) eine Gala (20.30) geplant.

Zu den Gästen des Festivals gehört Filmregisseur Wim Wenders. Dem 65-Jährigen („Der Himmel über Berlin“) ist eine Retrospektive mit vier Filmen - darunter die aktuelle Dokumentation „Pina“ - gewidmet. Vor allem sollen aber junge Filmemacher mit Wenders ins Gespräch kommen können. Knapp 80 internationale Nachwuchsregisseure haben sich laut Veranstalter angekündigt.

Organisiert wird das Festival seit inzwischen 40 Jahren von den Studierenden der HFF. Seine Wurzeln hat es in den 1972 gegründeten FDJ-Studentenfilmtagen der Hochschule. Daran knüpften Studenten 1995 nach einer mehrjährigen Unterbrechung an und gründeten das heutige Festival.

Zum 40-jährigen Bestehen gibt es eine Ausstellung, die Fotos, Interviews und Preise aus den vergangenen Jahren zeigen. Außerdem gehören Workshops und Diskussionsrunden zum Programm.

dpa