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Kultur Schlingensief-Pavillon bei Biennale eröffnet
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10:41 02.06.2011
Im Hauptraum des Pavillons arrangierte Gaensheimer die Bühne der „Kirche der Angst vor dem Fremden in mir“.
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Der Deutsche Pavillon der 54. Kunstbiennale von Venedig ist am Mittwoch als einer von 89 nationalen Beiträgen der internationalen Kunstschau eröffnet worden. Für das Publikum öffnet die Kunstbiennale erst am Samstag (4. Juni) offiziell ihre Pforten. Der Pavillon der Bundesrepublik steht in diesem Jahr unter einem besonderen Stern: Der mit der Gestaltung beauftragte Künstler Christoph Schlingensief starb im August 2010 an Krebs. Die Kuratorin Susanne Gaensheimer hatte die schwierige Aufgabe, seine Projekte zu präsentieren.

„Einen „Plan B“ für den Fall seines Todes hatte ich nicht“, erklärte Gaensheimer am Mittwoch bei der Eröffnung des Deutschen Pavillons. Ihre Entscheidung, Christoph Schlingensief einzuladen, habe vielmehr auf der Überzeugung beruht, „dass er für diesen Ort zu diesem Zeitpunkt der richtige Künstler ist“.

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Im Hauptraum des Pavillons arrangierte Gaensheimer die Bühne der „Kirche der Angst vor dem Fremden in mir“ - eine Rauminstallation, die Schlingensief für die Ruhrtriennale 2008 entworfen hat, und die sich mit dem Thema „Leben wollen, aber Sterben müssen“ auseinandersetzt. Ein Kino wurde im rechten Seitenraum eingerichtet. Sechs Filme aus verschiedenen Schaffensperioden des bekannten Theater-, Opern- und Filmregisseurs laufen dort. Der linke Seitenflügel hingegen dokumentiert Schlingensiefs Pläne für ein Operndorf in Afrika, das auch nach seinem Tod - mit Schule, Kantine, Krankenstation und Festspielgebäude - in Burkina Faso entsteht.

Die alle zwei Jahre stattfindende Kunstschau steht in diesem Jahr unter der künstlerischen Leitung der Schweizer Kunsthistorikerin Bice Curiger. Für 83 Künstler, die in den Hallen des „Arsenale“ um den Goldenen Löwen streiten, gab Curiger das Motto „ILLUMInazione - ILLUMInations“ aus. Gemeint ist damit auch Erleuchtung, Aufklärung, Intuition. Außerdem kommunizieren künstlerisch mit- und nebeneinander wie immer die sogenannten „Pavillons“ von Ländern aus aller Welt. Die 54. Kunstbiennale geht am 27. November zu Ende.

dpa/frx

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