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Kultur Satiremagazin „Titanic“ feiert 30. Jubiläum mit Ausstellung
Mehr Welt Kultur Satiremagazin „Titanic“ feiert 30. Jubiläum mit Ausstellung
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18:39 28.09.2009
Quelle: ddp
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Bei der Ausstellung zeige das Caricatura-Museum für Komische Kunst in Frankfurt ab dem 3. Oktober „Kurioses, Irres, Verwegenes, Verwesendes und Verbotenes aus über 25.000 Druckseiten Titanic“, erläuterte Fischer.

Bei der Jubiläumslesung “30 Jahre Titanic - Der Staatsakt“ werden Autoren und Cartoonisten im Frankfurter Mousonturm auftreten. Schon jetzt ist der Sammelband „Titanic - das endgültige Satirebuch: Das Erstbeste aus 30 Jahren“ erschienen.

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Die „Titanic“, die ab 1979 die Satirezeitschrift „pardon“ ablöste, hat bisher 360 Hefte herausgegeben, von denen 35 eingezogen wurden, 27 davon wurden komplett verboten. Eigenen Angaben zufolge hat die Zeitschrift seit ihrer Gründung 485.000 Euro an Schmerzensgeld, Gerichtskosten und Schadenersatz zahlen müssen.

Berühmte Kläger gegen das Blatt waren zum Beispiel Kurt Beck, Johannes Rau, Benjamin von Stuckrad-Barre, Hans-Joachim Kuhlenkampff oder Björn Engholm. „Nur Helmut Kohl, das als ’Birne’ auf Dutzenden Titelblättern verewigte Maskottchen, ließ das Heft stets juristisch ungeschoren“, sagte Fischer.

Bekannt wurde die Zeitschrift mit medienwirksamen Aktionen: 1988 behauptete der damalige Chefredakteur Bernd Fritz inkognito bei „Wetten, dass...“, er könne Buntstifte am Geschmack erkennen - und gab nach vermeintlich gewonnener Wette zu, durch die Sichtschutzbrille gespickt zu haben. Der damalige „Titanic“-Chefredakteur Martin Sonneborn gründete mit anderen Redaktionsmitgliedern „DIE PARTEI“, die seit 2004 für den Wiederaufbau der Mauer kämpft und eigenen Angaben zufolge rund 6000 Mitglieder hat.

ddp

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