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Kultur Raubkunst aus Afghanistan zurückgegeben
Mehr Welt Kultur Raubkunst aus Afghanistan zurückgegeben
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16:55 19.09.2011
Das Foto zeigt ein 26 Zentimeter breites Buddha-Relief aus Kalkstein, das am 15.09.2011 in München (Oberbayern) von der Staatsanwaltschaft München dem Botschafter der Islamischen Republik Afghanistan übergeben wurde.
Das Relief aus dem zweiten Jahrhundert nach Christus war Mitte der 1990er Jahre aus dem afghanischen Nationalmuseum in Kabul gestohlen worden. Quelle: dpa
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München

Nun wurde es sichergestellt und in der vergangenen Woche an den afghanischen Botschafter in Berlin, Abdul Rahman Ashraf, übergeben, wie die Staatsanwaltschaft München I aus Sicherheitsgründen erst am Montag mitteilte.

Das 30 Zentimeter hohe und 26 Zentimeter breite Relief aus weißem Kalkstein stammt aus dem antiken Königreich Gandhara im heutigen Grenzgebiet zwischen Afghanistan und Pakistan. Es stellt eine Lehrszene des Buddha dar.

Der Sohn eines deutschen Antiquitätenhändlers hatte das Relief nach dem Tod seines Vaters in dessen Keller gefunden und sich zum Verkauf entschlossen. Im Jahr 2010 wurde ein Münchner Auktionshaus auf das bei ihm eingelieferte Kunstobjekt aufmerksam, weil es im sogenannten Art Loss Register verzeichnet war, einer der weltweit größten Datenbanken für verlorene oder gestohlene Kunstwerke.

Ein Ermittlungsverfahren wurde eingeleitet und im Mai 2011 wieder eingestellt, weil es keine Hinweise darauf gab, dass die Beteiligten um die Herkunft und den Diebstahl des Kunstwerkes wussten.

dpa

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