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Kultur Rammstein singt in Wolfsburg für Toleranz
Mehr Welt Kultur Rammstein singt in Wolfsburg für Toleranz
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00:15 13.01.2013
Von Ronald Meyer-Arlt
Lichtschein für Toleranz: Rammstein und die Kibbutz Contemporary Dance Company treten in der Autostadt auf. Quelle: Fred Greissing
Braunschweig

Er ist vielleicht ein bisschen zu klein mit seinen 700 Sitz- und weiteren 700 Stehplätzen, denn die Band ist eigentlich größere Räumlichkeiten gewöhnt. Andererseits passt der Auftrittsort doch ganz gut zur Ausstrahlung der Gruppe. Rammstein wird im alten Kraftwerk von VW spielen. Hier wurde ja schon jede Menge Feuer entfacht.

Der Auftritt von Rammstein mit zwei Konzerten (am 4. und 5. Mai) im stillgelegten Kraftwerk des VW-Werks in Wolfsburg ist der Abschluss und für manche sicher auch der Höhepunkt der diesjährigen Movimentos Festwochen. Sie werden vom 2. April bis 5. Mai in der Wolfsburger Autostadt sowie einigen weiteren Orten in Wolfsburg und Umgebung präsentiert.

Es ist die elfte Ausgabe des Festivals, das in seinen ersten Jahren ausschließlich zeitgenössischen Tanz präsentierte und sich nach und nach weiteren künstlerischen Ausdrucksformen geöffnet hat. Mit beachtlichem Erfolg. Movimentos ist ein Kulturmagnet. Die Platzausnutzung liegt bei sagenhaften 98 Prozent, viele Vorstellungen sind weit im Vorfeld ausverkauft. Das dürfte auch beim neuen Programm der Fall sein. Der Vorverkauf fürs Festival beginnt am Montag. Karten gibt es an den HAZ-Vorverkaufsstellen, den Laporte-Shops und bei der Autostadt. Karten für Rammstein kann man dann allerdings noch nicht erwerben; die kommen erst am 2. Februar auf den Markt, sie sind (von 9 Uhr an) online unter www.tickets.de zu bestellen.

Das Motto, das sich die Movimentos-Festwochen in diesem Jahr gegeben haben, klingt angesichts des Rammstein-Gastspiels überraschend: Toleranz. Aber wenn man ein bisschen darüber nachdenkt, passt es wieder ganz gut.

Toleranz ist auch das Thema vieler Lesungen und Theaterabende. Prominente Schauspieler werden in Wolfsburg zu Gast sein. Neben Klaus Maria Brandauer (der nun zum dritten Mal bei Movimentos auf der Bühne steht) kommen auch Sophie Rois, Alexander Fehling, Joachim Król, Boris Aljinovic, Sylvester Groth, Martin Wuttke, Ulrich Noethen, Iris Berben, Matthias Brandt, Burghart Klaußner, Thomas Thieme, Manfred Zapatka, Maria Schrader, Samuel Finzi und Angela Winkler. In Konzerten (etwa mit Abdullah Ibrahim, dem Avishai Cohen String Project oder Sophie Hunger) sollen die klanglichen Dimensionen von Toleranz ausgelotet werden.

Getanzt wird aber auch. Fünf Compagnien werden zu Gast sein, keine der Choreografien war zuvor in Deutschland zu sehen. Die Kibbutz Contemporary Dance Company wird das Tanzprogramm im Kraftwerk am 5. April eröffnen, es folgen die Compagnie Jant-Bi ­Jigeen (Premiere am 11. April), die São Paulo Companhia de Dança (16. April), der Choreograf José Montalvo mit dem Ensemble des Théâtre National de Chaillot (am 22. April) und das Fabulous Beast Dance Theatre (26. April).

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