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Kultur „Quincy“-Darsteller Jack Klugman ist tot
Mehr Welt Kultur „Quincy“-Darsteller Jack Klugman ist tot
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10:59 25.12.2012
Los Angeles

US-Schauspieler Jack Klugman, der als Gerichtsmediziner Dr. Quincy einen Fall nach den anderem löste, ist tot. Wie der US-Fernsehsender ABC unter Berufung auf den Anwalt des Schauspielers berichtete, starb Klugman am Montag in seinem Haus in Northridge in Kalifornien im Alter von 90 Jahren. Er sei friedlich an der Seite seiner Ehefrau Peggy entschlafen.

Auch in der ZDF- Serie „Männerwirtschaft“ - in der Klugman als Oscar Madison den schlampigen, faulen Sportreporter spielte, der am liebsten zu Hause rumgammelt - hatte er viele Fans. Fünf Jahre lang fetzte sich Klugman in den siebziger Jahren mit seinem Kollegen Tony Randall, der den pingeligen Felix in der beliebten Komödie um eine skurrile Männerfreundschaft mimte.

Von einer Kehlkopfkrebs-Operation, bei der ein Teil seiner Stimmbänder entfernt wurde, hat sich der Schauspieler schnell wieder erholt. Nur seine durchdringende knurrige Stimme ist ein wenig schwächer und kratziger geworden.

In New York hatte Klugman Theater studiert und schon früh seine Liebe zum Broadway entdeckt. Neben der Bühne experimentierte er in den fünfziger Jahren mit den ersten Live-Fernsehdramen und drehte erst im Alter von 34 Jahren seinen ersten Film („Timetable“, 1956). Es folgte der Filmklassiker „Die Zwölf Geschworenen“, mit dem er seinen Durchbruch hatte. Der Film „Days of Wine and Roses“ sowie Auftritte in Serien wie „Kimble auf der Flucht“ und „Rauchende Colts“ waren weitere Stationen.

Doch die meisten Zuschauer kennen den Schauspieler aus „Männerwirtschaft“, einer Fernsehadaption von Neil Simons „Ein verrücktes Paar“, die Klugman gleich zwei Emmy-Trophäen einbrachte. 1976 folgte die Hit-Serie „Quincy“, die sich immerhin acht Jahre auf dem Bildschirm hielt.

Am Anfang sei ihm richtig schlecht geworden, erinnert sich Klugman an seine ersten Versuche als Gerichtsmediziner. Um seine Rolle als Dr. Quincy gut zu machen, schaute er den richtigen Leichenbeschauern bei der Arbeit zu. Viele Fans hätten ihm Briefe geschickt, dass sie durch die Show ihr Interesse für Medizin entdeckten, sagte Klugman einmal erfreut. 

dpa

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