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Kultur Queen-Sänger Adam Lambert: „Viele haben mich vor meinem Coming-out gewarnt“
Mehr Welt Kultur Queen-Sänger Adam Lambert: „Viele haben mich vor meinem Coming-out gewarnt“
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16:35 06.09.2019
Adam Lambert ist der neue Frontmann der Rockband Queen. Aber auch solo startet der Sänger durch und veröffentlichte gerade mit „Superpower“ einen Song gegen Diskriminierung. Quelle: AP
Berlin

Vor zehn Jahren wurde er Zweiter in der US-Castingshow „American Idol“, seit sieben Jahren ist Adam Lambert (37) der neue Frontmann der Rockband Queen („We Will Rock You“), mit der er regelmäßig auf Tour geht. Darüber hinaus veröffentlicht der Sänger regelmäßig eigene Songs. In seinem neuesten Hit „Superpower“ setzt er sich mit Diskriminierung auseinander.

„Vor zehn Jahren habe ich mich als homosexuell geoutet, und niemand wusste, wie man auf so einen Künstler im Mainstream-Bereich reagieren würde“, sagte er dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND). „Die meisten Menschen in der Musikindustrie haben mein Coming-out unterstützt, aber sie wurden von den Mitarbeitern der Marketingabteilung terrorisiert. Da gab es viele ängstliche Leute, die gesagt haben: ‚Wir wissen nicht, ob das richtig ist. Wenn er zu extravagant ist, könnten das die Menschen vielleicht nicht mögen.‘“

„Die Leute riechen es, wenn ein Künstler einem etwas vormacht“

Seitdem habe sich in der Gesellschaft – aber auch in der Musikbranche – viel geändert: „2019 gibt es so viele Künstler, die schwul oder bisexuell sind, die alle möglichen Hautfarben haben und unterschiedliche Geschlechter. Die Bandbreite ist so unglaublich groß“, so Lambert. „Nicht zuletzt durch die ganzen Musikstreaming-Dienste gibt es heute Musik für jeden. Ich finde es super, dass jeder Musik veröffentlichen kann, die ein bestimmtes Publikum anspricht.“ Früher sei es leichter gewesen, vorzugeben, dass man eine andere Person ist als in Wirklichkeit, so der Musiker. „Aber das funktioniert heute nicht mehr. Die Leute riechen es, wenn ein Künstler einem etwas vormachen will.“

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Apropos früher, 2003 hat Lambert für drei Monate in Berlin gelebt. Damals stand er als 22-Jähriger für das Musical „Hair“ auf der Bühne. „Das war wirklich eine verrückte Zeit. Ich habe in einem Hotel am Alexanderplatz gewohnt, bin in homosexuelle Bars gegangen und habe viel Party gemacht. Ich habe nicht viel gegessen und mich hauptsächlich von Kaffee, Currywurst und Zigaretten ernährt. Ich war so unglaublich dünn. Aber ich habe versucht, etwas Geld für später zu sparen“, erinnert sich Lambert und lacht. „Ich glaube daran, dass alles aus einem Grund passiert, alle Erfahrungen – gut oder schlecht – lehren dich etwas. Sie machen dich zu dem, der du bist.“

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Von Thomas Kielhorn/RND

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