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Kultur Playboy kämpft mit 3D-Models gegen Auflagenschwund
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07:57 12.05.2010
Den dreidimensionalen Auftritt erhält das Playmate des Jahres 2010, Hope Dworacyzk. Quelle: afp
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Leser des „Playboy“ werden für die nächste Ausgabe eine spezielle Brille brauchen: Das Playmate in der Mitte des Erotikmagazins werde dieses Mal in 3D-Format erscheinen, kündigte Sprecherin Theresa Hennessey am Dienstag an. Eine Sehhilfe, wie sie auch für den Film „Avatar“ gebraucht wurde, liege jeder Ausgabe bei. Mit ihr auf der Nase werde der Leser das Gefühl haben, das leichtbekleidete Model trete jeden Moment aus dem Foto, sagte die Sprecherin.

Den dreidimensionalen Auftritt erhält das Playmate des Jahres 2010, Hope Dworacyzk. „Ich denke, die Fans werden es genießen, das Playmate des Jahres in echter Form zusehen“, sagte „Playboy“-Gründer Hugh Hefner. Er fügt hinzu, er habe schon für das allererste Heft von Aufnahmen in 3D geträumt, damals aber nicht das Geld gehabt, um alle Ausgaben mit Brillen auszustatten. Das mit schwindender Auflage kämpfende Magazin hatte bereits im vergangenen Oktober mit der Comic-Figur Marge Simpson als Playmate für Furore gesorgt.

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Dank einer selbst auferlegten Schrumpfkur ist die Playboy Enterprises langsam wieder gesundet. Zwar fiel im ersten Quartal immer noch ein Verlust von 1,0 Millionen Dollar an. Doch im Vorjahreszeitraum hatte das von Hefner gegründete Unternehmen noch satte 13,7 Millionen Dollar verloren. „Wir machen sichtbare Fortschritte“, sagte Konzernchef Scott Flanders vor wenigen Tagen. Die Einsparungen der vergangenen anderthalb Jahre zeigten Wirkung. Der Konzern leidet unter schrumpfenden Auflagen und Werbeerlösen.

Der Playboy hatte das Lizenzgeschäft in Asien sowie den Vertrieb und den Online-Handel aus der Hand gegeben. Unter anderem deshalb sank der Umsatz um 15 Prozent auf 52,1 Millionen Dollar. Als Aufgaben verblieben sind im Wesentlichen die Gestaltung des weltbekannten Männermagazins und die daran hängenden Fernsehprogramme.

afp/dpa