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Kultur Paralympics-Film "Gold" feiert Premiere
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15:39 27.02.2013
Die Paralympics-Teilnehmer Kirsten Bruhn (2. v. r.), Henry Wanyoike (hinten r.) und Kurt Fearnley (2. v. l.) bei der Premiere des Films "Gold". Quelle: dpa
Hamburg

Im Alter von 21 Jahren hatte sie alle Willenskraft verloren. Die Schmerzen hörten nicht auf, ein Leben im Sitzen war ihre Zukunft. Sie habe sich damals gefühlt, als ob sie "für immer die Augen zumachen möchte", sagt Kirsten Bruhn (43). Bei der Erinnerung ist sie noch heute spürbar aufgewühlt. Die Interviewszene mit dem längst weltberühmten Schwimmstar gehört zu den vielen bewegenden Momenten in Michael Hammons Dokumentarfilm "Gold - Du kannst mehr als Du denkst". Der in Südafrika geborene Regisseur und Grimme-Preisträger hat drei Spitzensportler mit schweren körperlichen Handicaps ein Jahr lang auf ihrem Weg zu den Paralympics im Sommer 2012 begleitet.

Bei der Deutschland-Premiere am Dienstag in Hamburg applaudierten die 1150 geladene Gäste im Stehen. Unter ihnen die Schirmherren des Projekts: Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich und Willi Lemke, Sonderberater der UN, sowie die Schwester von US-Präsident Barack Obama. Auma Obama war als Expertin für Hilfsaktionen in Kenia gekommen.

"Gold" läuft von Donnerstag an im Kino. In faszinierenden und motivierenden Gesprächen, Trainingssituationen und Wettkampfszenen sind der australische Rennrollstuhlfahrer Kurt Fearnley, der blinde kenianische Läufer Henry Wanyoike und die norddeutsche Goldmedaillengewinnerin Bruhn, seit einem Motorradunfall querschnittgelähmt, zu erleben.

Die Kraft der Athleten, tiefe Verzweiflung zu überwinden, an sich selbst zu glauben und alles für einen Sieg zu tun, wird auch in Interviews mit Familie, Freunden und Trainern deutlich. Dazu geht es in "Gold" um Lebensfreude und den Kampf gegen gesellschaftliche Vorurteile. Für den integrativen Effekt sorgt auch die Daueruntertitelung in deutscher und englischer Sprache, damit Gehörlose alles verstehen.

Begeisterte Stimmung beim Publikum

Und die Deutschland-Premiere – nach der glanzvollen Welturaufführung mit Bundespräsident Joachim Gauck auf der Berlinale – fand in einem Flugzeug-Hangar statt, weil darin viele Rollstuhlfahrer Platz hatten. "Die wahre Botschaft des Films ist, dass jeder von uns seine eigenen Grenzen überwinden und in Frage stellen kann", sagte Moderator Tom Buhrow.

Kirsten Bruhn ist sehr gespannt, wie die Doku aufgenommen werde. "Wir möchten vor allem zeigen, dass Menschen mit Behinderungen wertvolle Beiträge leisten können", sagte die in Berlin lebende Sportlerin der dpa. Sie sei aber auch froh, dass die Dreharbeiten vorbei sind, denn "es fühlt sich schon komisch an, wenn man sich in seinem Alltag ständig gespiegelt sieht."

Boxweltmeister Wladimir Klitschko (36), der gemeinsam mit Bruder Vitali zur Premiere gekommen war, zeigte sich beeindruckt: "Ich verlasse den Film sehr motiviert. Er zeigt, wie eine positive Einstellung Härten des Lebens zu überwinden hilft."

dpa

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