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Kultur Oper sagt „Zauberflöte“ mit Berliner Philharmonikern ab
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17:31 21.11.2012
Kein Auftritt mit den Berliner Philharmonikern: Eine madrider Oper hat die Aufführung der „Zauberflöte“ abgesagt. Quelle: dpa (Symbolfoto)
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Madrid

Aus Geldmangel hat das Madrider Opernhaus „Teatro Real“ drei geplante Aufführungen der Oper „Die Zauberflöte“ mit den Berliner Philharmonikern abgesagt. Die „aktuellen Umstände“ der Wirtschaftskrise und das Ausbleiben von Sponsorengeldern hätten zu einer Streichung aus dem Programm gezwungen, teilte das Opernhaus am Mittwoch mit. Der Verzicht auf die drei Aufführungen, die für Ende Juni und Anfang Juli 2013 vorgesehen waren, ermögliche eine Einsparung von 0,8 Millionen Euro.

Anstelle der Oper von Wolfgang Amadeus Mozart sollen die Berliner Philharmoniker mit ihrem Dirigenten Sir Simon Rattle im Juni 2013 in Madrid nun die 9. Symphonie von Ludwig van Beethoven spielen. Der künstlerische Direktor des Opernhauses, Gérard Mortier, bedauerte die Absage der Oper. „Rattle und die Philharmoniker haben alles getan, was in ihren Möglichkeiten stand, um uns zu helfen“, sagte der Belgier. „Aber wir konnten die Kosten der Oper nicht tragen.“

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Infolge der Sparpolitik in Spanien befänden die Subventionen der Madrider Oper sich auf dem Niveau eines zweitklassigen Theaters in Deutschland. „Dabei sind die Musik und das Theater in der jetzigen Krisenzeit wichtiger als je zuvor, denn sie geben den Leuten Hoffnung.“ Das spanische Kulturministerium hatte die Subventionen für das Teatro Real für 2013 im Vergleich zu diesem Jahr um ein Drittel auf 8,7 Millionen Euro gestrichen. Auch die Zusagen von Sponsorengeldern gingen drastisch zurück.

Mortier und der Generaldirektor der Oper, Ignacio García Belenguer, äußerten die Hoffnung, dass „Die Zauberflöte“ für die Spielzeit 2013/2014 ins Programm genommen werden könne - dann allerdings nicht mehr mit den Berlinern Philharmonikern, sondern mit dem Orchester des Opernhauses.

Mortier hatte die finanziellen Probleme des Opernhauses erst kürzlich mit drastischen Worten beschrieben. „Wir wollen uns mit ’La Scala’ in Mailand messen, haben aber nur ein Viertel der Finanzmittel“, sagte er. „Bei den staatlichen Subventionen ist das Teatro Real eines der ärmsten Opernhäuser. Wir bekommen weniger Mittel als die Theater in österreichischen Städten wie Linz oder Graz.“

dpa/sag

Dieser Artikel wurde aktualisiert.

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