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Kultur „Once Upon a Mind“ - Das ist das neue Album von James Blunt
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14:54 04.11.2019
Schönes und manchmal schwieriges Leben: James Blunt hat Lieder über das Leben eines Troubadours und Familienvaters geschrieben. Das neue Album erscheint am 25. Oktober.

„Ich denke, der Albumtitel ,Once Upon a Mind‘ hätte ihr gefallen“, sagt James Blunt. Carrie Fisher ist gemeint, die 2016 verstorbene Schauspielerin, die eine der engsten Freundinnen des britischen Sängers war, und deren „Star Wars“-Filme, in denen sie eine Weltraumprinzessin spielte, alle mit dem englischen Märcheneinleitungssatz „Once upon a time“ (Es war einmal) begannen. Einen eigenen Song hat Fisher auf Blunts sechstem Album nicht abbekommen. „Ich dachte daran“, sagt Blunt im Interview mit dem RedaktionsNetzwerk Deutschland. „Ich fand es aber schwer, ihr gerecht zu werden, die richtigen Worte für diesen wunderbaren Menschen zu finden. Ich hoffe, ich werde das eines Tages schaffen“, sagt er, und schließt mit dem charmanten, schwarzen Brithumor, der ihm einige Berüchtigtheit eingebracht hat. „Ich fühle da aber keinen Druck, denn es gibt kein Zeitlimit.“

„Once Upon a Mind“ - James Blunts neues Album

Elf Songs enthält das sechste Album Blunts, die auf dem Vorgänger „The Afterlove“ durchaus markanten (und von Fans kontrovers diskutierten) elektronischen Einflüsse sind bis an den Rand der Unmerklichkeit zurückgefahren. „Bei ,The Afterlove‘ ging es damals darum, dass es einfach wieder Zeit für ein Album war“, erzählt Blunt, und erklärt die starken Dance-Akzente schlicht mit „meiner Liebe zur Musik, der Lust am Experimentieren“. Das neue Album sei „vom dringenden Bedürfnis, genau diese Songs zu schreiben“, angetrieben worden. Und so ist er zur Gitarre und zum Piano zurückgekehrt, „dem, was ich am besten kann. Ich wollte den Musikern meiner Band ins Auge sehen, ihnen erklären, warum diese Songs mir wichtig sind, und das Beste herausholen.“ Auch stammen alle Songs komplett aus der Feder Blunts, keine Teamworks wie zuletzt beispielsweise mit seinem guten Freund Ed Sheeran.

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Festlich sind die Songs geraten - manche durchaus tanzbar

Und so ist das hier bluntester Bluntpop – ganz große, schwere Songkandelaber mit Hunderten Glühbirnen drin. Festlich ist das alles hier, hymnisch, gelegentlich durchaus tanzbar, dann aber eher dezent rhythmisiert wie im Latinpopstück „The Truth“ oder dem soften, an Ed Sheerans „Divide“-Songs erinnernden „Youngster“ mit seinem zarten Hip-Hop-Beat. Spätestens beim zweiten Durchgang ist das dann alles komplett und picobello im Ohr und im Kopf des Hörers, unentrinnbar, abrufbar, von bezwingender Melodiösität, egal ob das countryhafte „Halfway“ oder die dunkleren, anrührenden Piano-dominierten Balladen „Monsters“ und „How It Feels to Be Alive“. Blunts Lieder für seine Familie sind zugleich perfekt für Blunt-Fans, denen „The Afterlove“ too much Techno war – romantisch gefärbter Pop, der die Grenze zu Schmacht und Schmalz mehr als einmal überschreitet, dessen Dringlichkeit aber unüberhörbar ist. Stoff für Romantiker, für Leute mit Herzensanliegen, der nur dann zu plüschig und schlagerhaft wird, wenn er in allgemeine Liebesschwärmerei verfällt wie im Song „5 Miles“.

James Blunt: Das sind die Daten seiner Tour

James Blunt (45) ist der Sohn von Charles und Jane Ann Farran Blount. Im Musikgeschäft ist der ehemalige Soldat seit seinem Album „Back in Bedlam“ (2004) und dem Hit „You’re Beautiful“. Er lebt überwiegend auf Ibiza und in der Schweiz. Er ist seit 2014 mit der adligen Alexandrina „Sofia“ Wellesley verheiratet, mit der er zwei Söhne (ein und drei Jahre alt) hat. Sein Neues Album "Once upon a Mind" (Warner) ist am 25. Oktober erschienen.

James Blunt auf „Once upon a Mind-Tour“ 2020:

  • 9. März – Berlin, Mercedes-Benz-Arena
  • 10. März – Leipzig, Arena
  • 12. März – Hannover, TUI-Arena
  • 13. März – Lingen, Emsland-Arena
  • 14. März – Hamburg, Barclaycard-Arena
  • 16 März – Mannheim, SAP-Arna
  • 17. März – Köln, Lanxess-Arna
  • 18. März Oberhausen – König-Pilsener-Arena
  • 19. März – Frankfurt – Festhalle
  • 21. März – München, Olympiahalle
  • 3. April – Stuttgart, Schleyerhalle
  • 4. April – Nürnberg, Arena

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Von Matthias Halbig/RND

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