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Kultur Neues Akropolis-Museum feierlich eröffnet
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13:36 21.06.2009
Der berühmte Fries des Parthenon-Tempels (rechts) ist in Teilen nur als Kopie zu sehen. Quelle: Louisa Gouliamaki/afp

Der berühmte Fries des Parthenon-Tempels jedoch ist in Teilen nur als Kopie zu sehen: Ein Großteil des Frieses befindet sich im British Museum in London, das die Rückgabe verweigert.

In seiner Rede bei der Eröffnungszeremonie forderte der griechische Präsident Carolos Papoulias von Großbritannien erneut die Rückgabe des Frieses. Nach mehr als 200 Jahren sei es "an der Zeit, die Wunden des Monuments zu heilen und die Marmorarbeiten zurückzugeben, die zu ihm gehören".

Etwa die Hälfte der Marmor-Dekorationen des Parthenon-Tempels aus dem fünften Jahrhundert sind jetzt im Akropolis-Museum ausgestellt, darunter Skulpturen, Inschriften und Säulen. Von dem berühmten Parthenon-Fries befinden sich rund 40 Platten in Athen, 56 im British Museum. Griechenland bemüht sich seit 36 Jahren um ihre Rückgabe. Die Teile des 75 Meter langen Frieses waren Anfang des 19. Jahrhunderts im Auftrag des britischen Aristokraten und Diplomaten Lord Elgin abgeschlagen und im Einvernehmen mit dem damaligen Osmanischen Reich nach Großbritannien geschafft worden.

Das jetzt eröffnete Museum geht unter anderem auf den Streit um die Rückgabe zurück: Großbritannien hatte argumentiert, die Stücke könnten nicht zurückgegeben werden, weil in Athen ein geeigneter Ausstellungsraum fehle. Das neue Museum entziehe dieser Entschuldigung nun die Grundlage, sagte Griechenlands Kulturminister Antonis Samaras.

Der Chef der UN-Kulturorganisation UNESCO, Koichiro Matsuura, bot seine Vermittlung bei der Suche nach einer "befriedigenden Lösung" im Streit um den Fries an.

Ursprünglich sollte das Akropolis-Museum bereits zu den Olympischen Spielen 2004 fertig sein, doch scheiterte dies nicht zuletzt daran, dass auf seinem Grundstück die Fundamente von antiken Häusern entdeckt wurden. Diese wurden nun einfach in das Museum integriert.

Die Kosten für den Bau des von dem französisch-schweizerischen Architekten Bernard Tschumi entworfenen Gebäudes betrugen 130 Millionen Euro. Ab sofort ist das Museum für das Publikum geöffnet. Die ersten Öffnungstage waren durch den Vorverkauf über das Internet bereits restlos ausgebucht.

afp

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