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Kultur Musical „Marie Antoinette“ mit Millionenverlust
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18:48 02.06.2009
Generalintendant des Theater Bremen: Hans-Joachim Frey. Quelle: David Hecker/ddp

Wie der Theater-Intendant Hans-Joachim Frey am Dienstag sagte, kamen rund 90.000 Besucher zu den Vorstellungen. Ursprünglich sei mit 120.000 Zuschauern gerechnet worden. Die Finanzierungslücke liege bei rund 1,5 Millionen Euro.

Schon lange war über einen Verlust durch das Musical in Bremen spekuliert und das Theater deswegen stark kritisiert worden. Frey machte am Dienstag allerdings klar, dass bei der Betrachtung des Erfolgs auch der künstlerische Aspekt nicht vernachlässigt werden dürfe. „Natürlich bin ich persönlich enttäuscht. Wir sollten aber nicht nur eine Debatte über Zahlen, sondern auch über die Qualität führen“, sagte der Intendant. Künstlerisch gesehen ziehe er eine durchaus positive Bilanz, was auch das begeisterte Publikum bei jeder Vorstellung gezeigt habe.

Als Grund für den Verlust nannte Frey die Wirtschaftskrise. Die Rezession habe viele von dem Kauf einer „im Hochpreissegment“ liegenden Karte abgehalten. Insgesamt sei in Deutschland derzeit bei allen Theatern zu beobachten, dass vor allem Besucher von außerhalb, die einen Musicalbesuch mit einem Urlaub verbinden, ausblieben. Zudem sei es bei „Marie Antoinette“ zu höheren Produktionskosten durch Änderungen des Bühnenbildes gekommen, sagte Frey.

Der Intendant sicherte zu, sich für eine Zweitverwertung von „Marie Antoinette“ einzusetzen. Derzeit gebe es Verhandlungen mit Korea. Dort solle das Stück als erste deutschsprachige Gesamtaufführung gezeigt werden. „Wir hoffen, dass es bis Ende Juni einen Vertragsabschluss gibt“, sagte Frey.

ddp

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