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Kultur Millionenumsätze bei Art Basel
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17:39 14.06.2012
Foto: Die Kunstmesse Art Basel öffnete am Donnerstag für Publikum.
Die Kunstmesse Art Basel öffnete am Donnerstag für Publikum. Quelle: dpa
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Basel

Schon einen Tag bevor die weltweit bedeutendste Messe für moderne und zeitgenössische Kunst am Donnerstag für das Publikum öffnete, wurde der Verkauf eines der teuersten Werke der 43. Art Basel bekanntgegeben: Gerhard Richters Gemälde „A.B. Courbet“, das mit einem Preisschild von 25 Millionen Dollar versehen war (20 Millionen Euro).

Das großformatige abstrakte Werk des deutschen Künstlers aus dem Jahr 1986 sei „in Nullkommanichts“ von einem privaten Sammler gekauft worden, sagte Sarah Goulet von der New Yorker Pace Gallery der Nachrichtenagentur dpa. „Der Kunstmarkt brummt einfach. Und Richter ist dabei natürlich weiterhin einer der begehrtesten Künstler.“

Von einer starken Nachfrage und raschen Kaufentscheidungen bei interessierten Sammlern, Kapitalanlegern und Museen berichteten auch andere Galerien. Den Verkaufsrekord der 43. Art Basel könnte das monochrome Gemälde „Untitled, 1954“ von Mark Rothko aufstellen. Die Galerie Marlborough (London/New York) verlangt für das 2,22 x 1,75 Meter große abstrakte Werk in Gelbtönen 78 Millionen Dollar. „Die Nachfrage ist rege, vor allem aus Nord- und Südamerika“, heißt es bei Marlborough.

Insgesamt werden auf der 43. Art Basel, die Dienstag und Mittwoch zunächst ausschließlich für VIP-Gäste, Händler und die Medien zugänglich war, Werke von mehr als 2500 Künstlern des 20. und 21. Jahrhunderts für nach Schätzungen mehr als eine Milliarde Dollar angeboten. Vertreten sind mehr als 300 Galerien aus 36 Ländern auf sechs Kontinenten.

Die Art Basel sei „ebenso sehr Treffpunkt wie Marktplatz“, sagte Marc Spiegler, zusammen mit Annette Schönholzer Co-Direktor der Art Basel. Abgesehen vom Kommerz spielen Künstler und ihre Kunst und bei zahlreichen Sonderschauen und -ausstellungen immer noch die wichtigste Rolle. Dazu gehört die Art Unlimited, die 61 ambitionierte Großinstallationen zeigt. Im Sektor Art Statements sind 27 Einzelausstellungen junger Künstler aus 19 Ländern zu besichtigen. Die Abteilung Art Feature gilt einmal mehr als Plattform für den Austausch über kuratorische Aspekte der Galeriearbeit und zur Entdeckung neuer Talente.

Längst gehört es zur Tradition der erstmals 1970 von einer Gruppe lokaler Basler Galeristen veranstalteten Messe, für „jede Form künstlerischen Ausdrucks“ offen zu sein. So bietet die noch bis zum Sonntag geöffnete Messe Werke aus den Bereichen Malerei, Zeichnung, Editionen, Skulpturen, Installationen, Fotografie, Performance und Videokunst. Wie im vergangenen Jahr wird mit bis 65.000 Besuchern gerechnet.

dpa