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Kultur Von komplizierten Beziehungen und Topfpflanzen
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00:15 31.03.2015
Max Raabe im Kuppelsaal Hannover.
Max Raabe im Kuppelsaal Hannover. Quelle: Dröse
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Hannover

Max Raabe steht seit Jahrzehnten für das Schwelgen in einer Zeit, in der in Tanzlokalen noch Foxtrott und Quickstep getanzt und Trompeten mit Kegelaufsatz gespielt wurden. Wie in fast jedem Jahr macht Raabe auf seiner Tournee mit dem Palastorchester auch in Hannover halt. Dieses Mal mit dem neuen Programm "Eine Nacht in Berlin".

Und wie muss man sich so eine Nacht im musikalischen Herzen der Weimarer Republik vorstellen?  "Es geht um ewig komplizierte zwischenmenschliche Beziehungen.  Und um Topfpflanzen," verrät Raabe vorab. Gemeint sind natürlich die zahlreichen Schlager, die er neu interpretiert und der größten Hit des Orchesters: seine Version vom "Kleinen grünen Kaktus". Rund 5000 Fans kamen Sonnabend Abend in den Kuppelsaal,  um mit feinsinniger Ironie und viel Etikette auf eine Reise zurück in die Zeit begleitet zu werden.  

Neben alten Schlagern sang Raabe auch Lieder seiner beide eigenen Alben "Küssen kann man nicht alleine" und "Für Frauen ist das kein Problem". Und es zeigte sich,  dass sich in puncto Liebe seit den Goldenen Zwanzigern nicht allzu viel verändert hat. "Früher verbrannte man Fotos,  wenn man Liebeskummer hatte", sinniert Raabe.  "Heute sitzt man mit dem schnurlosen Telefon in einer Ecke und löscht Selfies."

Isabel Christian

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