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Kultur „Madame Butterfly“ in der Oper
Mehr Welt Kultur „Madame Butterfly“ in der Oper
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19:19 16.12.2012
Von Jutta Rinas
Kirschblüten, Kimonos: Peter Brenners „Butterfly“ als „Festlicher Opernabend“.Poblete Quelle: Gabriel Poblete Young
Hannover

Sie ist in Hannover eine Altbekannte, um nicht zu sagen eine der Ältesten im Repertoire: Giacomo Puccinis „Madama Butterfly“ in der Version von Peter Brenner, einem Sohn des Opernregisseurs Walter Felsenstein. Bereits 1980 kam die Produktion in der Staatsoper auf die Bühne. In jüngerer Zeit wurde sie beispielsweise 2003 reaktiviert, mit Francesca Scaini in der Titelrolle, einer der überragenden Sängerinnen der Ära Puhlmann.

In einer Wiederaufnahme von 2009 sang Svetlana Katchour die Butterfly, jene erst 15-jährige japanische Geisha also, die sich von einem amerikanischen Besatzer nicht nur die große Liebe, sondern auch den Aufbruch in ein neues Leben im fernen Amerika erträumt. Selbst bei einem „Festlichen Opernabend“ hatte Brenners Oldie schon Premiere. Stars des Abends waren im April 2009 Daniela Dessi und Fabio Armiliato.

Es mag mit der häufigen Reanimation dieser Inszenierung zu tun haben, dass es beim jetzigen „Festlichen Opernabend“ nicht rappelvoll war. Dabei eignet sich Brenners Vorlage gut für einen Abend, in dem es nicht um neue Perspektiven auf ein altes Stück, sondern zuallererst um Gesangskunst geht. Seine Inszenierung (wie auch Ottowerner Meyers Bühnenbild) ist frei von gegenwartsbezogenen Verfremdungen: ein zeitloses, tiefgründiges Seelendrama über die große Liebe einer jungen Frau - und was nach dem Verrat ihres Ehemanns Pinkerton davon übrigbleibt.

Dass sich aus dieser Gala großer Stimmen ein berührender Opernabend entwickelte, hatte mit einer engagierten Ensembleleistung der hannoverschen Sänger (allen voran Khatuna Mikaberidze als Suzuki) und einem inspiriert aufspielenden Staatsorchester unter Marc Rohde, vor allem aber mit einem der Stars des Abends, mit Paoletta Marrocu, zu tun. Die Sopranistin hatte nicht nur erstaunliche Farben und Nuancen in ihrer Stimme, sie spielte ihre Partie auch mal mit bezaubernder Leichtigkeit, dann wieder mit eindrucksvoller, dramatischer Intensität. Der zweite Gast des Abends, Mario Malagnini, konnte sich trotz routinierter, geschmeidiger Tenorstimme nicht immer gegenüber dem Orchester durchsetzen. Großer Applaus.

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