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Kultur Land Niedersachsen erwirbt Kunstschatz für Braunschweig
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20:47 02.05.2011
Von Johanna Di Blasi
Zufallsfund in Londoner Schaufenster: Ringe aus dem Besitz des Königs von Hannover. Quelle: dpa
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Das Land Niedersachsen und die Kulturstiftung der Länder haben für den Ankauf eine sechsstellige Euro-Summe – die genaue Zahl wurde nicht bekannt gegeben – aufgebracht. Eine speziell für die königlichen Ringe angefertigte Mahagoni-Schatulle mit Kristallglasdeckel gelangte ebenfalls nach Braunschweig. Ursprünglich enthielt das Kästchen wohl 21 Ringe mit fein geschnittenen Gemmen. Die nun angekauften Ringe zieren neben heraldischen Symbolen Porträts enger Verwandter des Königs Ernst August I. von Hannover. Es waren Schmuckstücke weniger zum Tragen als zum Bestaunen.

Die erlesenen Ringe aus der Epoche des Klassizismus seien Ende 2010 direkt aus dem Besitz des Prinzen von Hannover in den englischen Kunsthandel gelangt, gab das Museum bekannt. Einem Berliner Kunstliebhaber, Werner Daum, sei der Schatz beim Flanieren durch die Themsemetropole im Schaufenster der Kunsthandlung S. J. Philipps aufgefallen. Als Provenienz war „Herzog von Cumberland“ angegeben. Der Sammler kaufte drei Stücke und informierte den Braunschweiger Museumsdirektor Jochen Luckhardt.

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„Der Ankauf der Ringe ist ein besonderer Glücksfall für Niedersachsen“, erklärte die niedersächsische Kulturministerin Johanna Wanka am Montag in Braunschweig. Im kommenden Jahr wird der Schatz in einer Sonderausstellung in der Burg Dankwarderode gezeigt. Voraussichtlich 2014, bei der großen Landesausstellung zum 300-jährigen Bestehen der Personalunion zwischen Hannover und Großbritannien, werden die Ringe in Hannover gezeigt. Wieso wurden sie ­eigentlich für Braunschweig angekauft? Weil es im hannoverschen Landesmuseum keine kunsthandwerkliche Sammlung gebe, erklärte Ministerin Wanka.