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Kultur Die Welt liegt mal wieder in Schutt und Asche
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23:16 18.07.2014
Diesmal darf Mark Wahlberg die Welt retten. Quelle: Paramount
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Los Angeles

Ohrstöpsel mitbringen und den Verstand zu Hause lassen: das vierte Actionspektakel aus der „Transformers“-Reihe ist noch lauter, noch länger (165 Minuten!) und noch bombastischer als seine Vorgänger. „Transformers: Ära des Untergangs“ strotzt nur so vor monströsen Robotern, gigantischen Raumschiffen, gewaltigen Explosionen und massiver Zerstörung. Ein Großteil des Megabudgets von 210 Millionen Dollar dürfte 3-D-Actionmeister Michael Bay in die Spezialeffekte gesteckt haben.

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Dafür sparen der Regisseur und sein Drehbuchschreiber Ehren Kruger, der sich auch die letzten beiden Folgen ausdachte, an einer cleveren Story und an halbwegs intelligenten Dialogen. Der überladene Plot wird von lächerlichen Einzeilern und patriotischen Sprüchen übertroffen. Hardcore-„Transformers“-Fans mit Sitzfleisch werden sich daran nicht stören.

Mit einer neuen Besetzung für „Transformers: Ära des Untergangs“ hatte Bay frischen Wind versprochen. Nach drei Auftritten von Hauptdarsteller Shia LaBeouf (28, „Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels“) wird nun Mark Wahlberg (43) zum Held und Weltenretter. Schon in dem Bodybuilderklamauk „Pain & Gain“ (2013) setzte Bay den Star ein, der nun aber noch weniger zu sagen hat.

Wahlberg mimt den Bastler und Witwer Cade Yeager, der auf seiner Ranch in Texas Roboter zusammenschraubt und seine Tochter Tessa (Nicola Peltz) nicht aus den Augen lässt. Die Blondine in Hotpants, hat längst einen Boyfriend (Jack Reynor), nur Daddy darf es nicht wissen. Nach diesem banalen Vorspiel geht es gleich zur Sache. Yeager stöbert einen alten Schrottlaster auf, der sich als verschollener Autobot Optimus Prime entpuppt und auf Rache schwört.

In „Transformers – Die Rache“ (2009) kämpften die Autobots – kurz für „Autonome Roboter“ – noch auf der Seite der Menschen gegen finstere Roboter, doch nun, fünf Jahre nach einer heftigen Schlacht in Chicago, sind alle Autobots zu Feinden erklärt worden. Ein korrupter CIA-Agent (Kelsey Grammer) und ein machthungriger Firmenboss (Stanley Tucci) stellen eigene Transformer-Waffen her. Bald haben Yeager, Tessa und ihr Freund die Regierung, den Waffenkonzern, fiese Roboter und ein riesiges Raumschiff am Hals. Doch mit dem verwandlungsfähigen Optimus Prime auf ihrer Seite – mal als rasender Truck, mal als Riesenroboter – kann ja nichts schiefgehen.

Das bombastische Finale lässt allerdings auf sich Warten. Nach zweistündiger Action auf amerikanischem Boden führt Bay dem ohrenbetäubenden Roboterkampf in China und Hongkong endlos weiter. Er greift dabei tief in die 3-D-Trickkiste. Ein Raumschiff saugt Autos und ganze Schiffe auf und spuckt sie schließlich wieder aus. Pure Zerstörungslust. Dazu erweckt Bay noch fliegende Dinobots, eine Art „Jurassic Park“-Saurier aus klirrendem Metall. Mit den werbewirksamen Echsen dürften er den Verkauf der Hasbro-Spielefiguren kräftig ankurbeln.

Trotz vernichtender Kritiken in Hollywood, geht Bays Rechnung wieder auf. Beim US-Kinostart Ende Juni war von einer „Ära des Untergangs“ nichts zu spüren. Vielmehr spielte der vierte „Transformers“-Teil an seinem ersten Wochenende über 100 Millionen Dollar ein, noch einige Millionen mehr als sein Vorgänger. Auch auf dem chinesischen Markt ließ es Bay mit einem 92-Millionen-Dollar-Debüt krachen. Die Besetzung einer Nebenrolle mit dem dortigen Superstar, Sängerin und Schauspielerin Li Bingbing, war ein cleverer Schachzug.

Im Vorfeld von „Transformers: Ära des Untergangs“ sprach Bay von einem möglichen Neubeginn einer Trilogie. Konkrete Pläne für die nächste Weltzerstörung hat er noch nicht verkündet. Die „Untergangs“-Folge ist bestimmt noch nicht das Allerletzte, was der Actionregisseur zu bieten hat.

dpa 

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