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Kultur Kommunen sparen: Weniger Geld für Kulturangebote
Mehr Welt Kultur Kommunen sparen: Weniger Geld für Kulturangebote
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12:02 03.11.2012
Weil viele Kommunen sparen müssen, wird das Kulturangebot eingeschränkt. Betroffen sind davon Museen wie das Horst-Janssen-Museum in Oldenburg. Quelle: dpa
Hannover/Oldenburg

Der Spardruck in den öffentlichen Kassen wird stärker. Viele Kommunen schränken ihre Ausgaben für Kulturangebote ein. In diesem Jahr fahren 58 Prozent der niedersächsischen Städte und Gemeinden ihre freiwilligen Aufgaben herunter, stellt die jüngste Studie zu Kommunalfinanzen der Beratungsgesellschaft Ernst & Young fest. In drei Prozent der Kommunen steht die Schließung von Theater oder Oper an - im Bundesdurchschnitt sind es ein Prozent. Bibliotheken oder andere kulturelle Einrichtungen sollen allerdings der Umfrage zufolge in Niedersachsen in keiner Kommune dicht gemacht werden.

„Museen können sich den Forderungen nach Einsparungen nicht entziehen, überhaupt nicht“, sagte der Vorsitzende des Museums-Verbands Niedersachsen-Bremen, Friedrich Scheele, in einem Gespräch mit der Nachrichtenagentur dpa in Oldenburg. Die Häuser müssten sich darauf einstellen, betonte Scheele. Sie müssten Einnahmen erzielen und sich dem Markt stellen. „Für Museen gelten im Grunde dieselben Spielregeln wie für andere öffentliche Einrichtungen auch.“ Allerdings sollte die Politik den Häusern mehr Spielräume zur Kostenreduzierung einräumen.

„Wenn wir das Tarif-Zwangskorsett des öffentlichen Dienstes nicht anwenden müssten, hätten wir viel mehr Freiheiten“, betonte Scheele, der Direktor der Museen, Sammlungen und Kunsthäuser in Oldenburg ist. Es sei inkonsequent, mehr Service zu erwarten, etwa Öffnungszeiten an Sonn- und Feiertagen oder am Abend, aber zu ignorieren, dass dabei zusätzliche Kosten entstehen.

Kritisch äußerte sich Scheele zu Museumsneubauten oder Neueröffnungen, die es in den vergangenen Jahren gegeben habe. „Das geht oft zulasten bestehender Einrichtungen“, sagte er. Im Sinne einer nachhaltigen Kulturförderung sollte eher die Attraktivität der traditionsreichen Häuser gestärkt werden. „Das gelingt nur über eine Investition in die bestehende Häuser.“ 

dpa

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