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Kultur Israelin Noa verzaubert Publikum im Pavillon
Mehr Welt Kultur Israelin Noa verzaubert Publikum im Pavillon
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22:06 14.11.2012
Von Uwe Janssen
Beschwörende Performance: Noa im Pavillon am Raschplatz. Quelle: Herzog
Hannover

Wenn man sie sieht, kommen einem sofort Vergleiche in den Sinn: eine Fee, eine Elfe, ein Engel. Zierliche Erscheinung, langes, lockiges Haar. Wenn man die Israelin Noa dann singen hört, ist es nicht anders. Da singt wirklich eine Fee oder eine Elfe, jedenfalls irgendetwas, das leicht ist und schweben kann. Ihre Lieder, die sie vor leider nur gut 200 Menschen im hannoverschen Raschplatzpavillon singt, heben mit dem ersten Ton ab und gleiten fortan schwerelos durch den Raum. Und das, obwohl die Stücke ganz unterschiedlicher Natur sind. Doch ihre variable, in den Höhen so wunderbar tremolierende Stimme hält alles zusammen.

Die 1969 in Tel Aviv geborene und aufgewachsene Sängerin und Perkussionistin interpretiert an diesem Abend Musik zwischen Folk aller Couleur und Klassik. Letzteres liegt deshalb nahe, weil sie eine Streicherabteilung, das neapolitanische Solis String Quartet, mit auf der Bühne hat, dazu den Schlagwerker Zohar Fresco und ihren langjährigen musikalischen Partner Gil Dor an der Gitarre.

Schon nach wenigen Minuten dürfen die Besucher selbst das Schweben erleben, sie schweben nämlich mit. Auf einem eleganten, fließenden Beat fordert die Elfe sie auf, die Titelzeile des Stücks „I Don’t Know“ mitzusingen. Der Konzertsaal wird zur Kirche, selten vermutlich hat ein „Ich weiß nicht“ so beschwörend geklungen. Noa, die sich einem größeren hannoverschen Publikum vor anderthalb Jahrzehnten auf Peter Maffays „Begegnungen“-Tour in der Messehalle 2 vorgestellt hat, hat einige ihrer Popsongs auf die Streicherbesetzung umarrangiert, neben Englisch singt sie auch Songs in Hebräisch (was besonders ein entzücktes Grüppchen Israelis im Publikum freut). Zu ihrer freundlichen Performance gehört es wie selbstverständlich, dass sie die hebräischen Texte den Deutschen auf Englisch erklärt. Der amerikanische Einschlag in ihrer Aussprache wie auch in ihrem sprachlichen Enthusiasmus hängt wohl mit ihrer Jugend zusammen, die sie komplett in der New Yorker Bronx verbracht hat.

Dann erhebt Noa, die eigentlich Achinoam Nini heißt, wieder die Stimme, mal zu arabischen Streicherfiguren, mal zu wirbelnder Perkussion. Mal singt sie einfach zur Konzertgitarre von Gil Dor, und beides zusammen vermag den Raum komplett zu füllen. Bis man am Ende des Liedes wieder auf dem Boden ist. Jetzt nach Hause schweben, das wär’s.

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