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Kultur Gold, Tränen und viele Stars bei der Berlinale
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19:34 10.02.2013
Berlin

Zahlreiche Stars haben bei der Berlinale am Wochenende für jede Menge Glanz und Blitzlichtgewitter gesorgt. Hugh Jackman und Anne Hathaway beispielsweise kamen zur umjubelten Deutschlandpremiere des für acht Oscars nominierten Filmmusicals "Les Misérables", Amanda Seyfried ("Mamma Mia!") begeisterte das Publikum als Pornodarstellerin in "Lovelace" und Til Schweiger gab mit dem Wettbewerbsbeitrag "The Necessary Death Of Charlie Countryman" sein Berlinale-Debüt.Mit ihm am roten Teppich: Hollywoodstar Shia LaBeouf ("Wall Street: Geld schläft nicht") und der Brite Rupert Grint, bekannt aus den "Harry Potter"-Filmen.

Nur Nina Hoss fehlte am Wochenende. Die Hauptdarstellerin aus dem einzigen deutschen Wettbewerbsbeitrag "Gold", der von deutschen Goldsuchern in Kanada erzählt, konnte nicht zur Premiere mit Regisseur Thomas Arslan kommen - nach zwei Monaten ohne Krankheiten und Unfälle in Kanada habe es sie ausgerechnet zur Festivalpremiere "voll erwischt", ließ sie in einem Grußwort mitteilen.

Trotz Schneefalls und Temperaturen um den Gefrierpunkt harrten viele Fans an den roten Teppichen der Stadt aus. Zum Beispiel am Friedrichstadt-Palast, wo am Samstagabend "Les Misérables" lief. Regisseur Tom Hooper ("The King's Speech") bedankte sich dann auch für die herzliche Aufnahme. "Ich liebe Berlin", sagte er auf Deutsch. Seine Oscar-nominierten Darsteller Hugh Jackman und Anne Hathaway bekamen gar Szenenapplaus für ihre gesanglichen Leistungen. Für die 30-jährige Hathaway war die Rolle der vom Schicksal gebeutelten Mutter auch aus anderen Gründen eine große Herausforderung: "Ich habe geweint, weil ich sie war, weil sie geweint hat", gestand sie im Interview.

Deutlich mehr Freude beim Filmen hatte Til Schweiger. Den Reiz der kleinen Gangster-Rolle in "The Necessary Death Of Charlie Countryman" neben den Hauptdarstellern Shia LaBeouf, Evan Rachel Wood und Mads Mikkelsen erklärte der 49-Jährige so: "Dieser Darko ist ein handfester Charakter. Ich habe das Drehbuch geliebt. Ich hatte viel Spaß, den Film zu drehen, und viel Spaß, den Film zu sehen." Auch Rupert Grint war begeistert von seinem Part als drogen- und sexsüchtiger Jugendlicher: "Es war erfrischend für mich, nach elf Jahren an der Seite von Harry Potter mal was anderes zu spielen."

Die Gala der Wohltätigkeitsorganisation Cinema for Peace zog ebenfalls einige Prominez an. Die südafrikanische Oscar-Preisträgerin Charlize Theron erhielt für ihren Kampf gegen Aids den Ehrenpreis. Die deutsche Schauspielerin Veronica Ferres (47) wurde für ihr Engagement gegen Rassismus und Fremdenhass geehrt. Die Nachwuchsschauspielerin Pauline Étienne ist derzeit zwar noch ziemlich unbekannt, doch das könnte sich mit ihrer Rolle in "Die Nonne" etwas ändern. An der Seite von Isabelle Huppert und Martina Gedeck spielt die Belgierin in dem französischen Wettbewerbsbeitrag ein junges Mädchen, das in den 1760er Jahren aus einem Kloster und ihrem Leben als Nonne ausbrechen will - gegen massiven Widerstand der Gesellschaft und Kirche. Diese tragische Figur verkörpert Étienne so einprägsam und eindrucksvoll, dass sie Chancen auf einen Preis als beste Darstellerin haben könnte.

Insgesamt werden bei dem bis zum nächsten Sonntag laufenden Filmfestival mehr als 400 Filme gezeigt. 19 Werke bewerben sich um die begehrten Hauptpreise, die Goldenen und Silbernen Bären.

dpa

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