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Kultur „Generation Mix“ sorgt für ausgelassene Hurricane-Stimmung
Mehr Welt Kultur „Generation Mix“ sorgt für ausgelassene Hurricane-Stimmung
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16:19 21.06.2009
Rund 60.000 Menschen genossen drei Tage lang Rock und Pop beim Hurricane-Festival in Scheeßel. Quelle: Friso Gentsch/lni

Die Fragen schienen beim 13. Open-Air-Festival in Scheeßel nicht ganz aus der Luft gegriffen. Im friedlichen Miteinander feierten bei dem größten Musikmarathon Norddeutschlands gleich mehrere Generationen ihre Idole. Rund 60 000 Menschen genossen drei Tage lang bei Rock und Pop die Auftritte von Veteranen wie Nick Cave und den Pixies oder von Newcomern wie Franz Ferdinand, Katy Perry und Paolo Nutini.

Dass ein Festival mit fast 70 Bands eine musikalische Wundertüte ist, bewiesen die gänzlich unterschiedlichen Auftritte der Headliner Franz Ferdinand und Kings of Leon. Die Briten brachten die Menschenmasse problemlos in Stimmung und kommunizierten sogar in gebrochenem Deutsch mit den Fans. Ganz anders die lustlos anmutenden Kings of Leon. „Wir sind eine Rockband. Ich hoffe ihr kriegt euren Arsch noch hoch“, forderte Sänger Caleb Followill gleich zu Beginn des Sets. Das Eis schmolz dann ein wenig beim bekannten Hit „Your Sex is on Fire“, doch die fünf Musiker blieben unterkühlt.

Richtig ins Schwitzen kamen die Festivalbesucher dann bei dem außergewöhnlichen Auftritt von Faith No More am späten Samstagabend. Die Gründerväter des Crossover bewiesen im fortgeschritten Alter jede Menge Energie, legten in pastellfarbenen Anzügen aber auch eine erfrischende Selbstironie an den Tag. Von Jung bis Alt wurden sie für ihre Hits aus den Neunzigern von „Epic“ bis „Easy“ frenetisch gefeiert. „Der reine Sex, würde ich mal sagen“, sagte eine 25-Jährige aus Hamburg hinterher. Eigentlich waren für die Prise Sex vor allem die Frauen zuständig. Katy Perry und Duffy zeigten viel Bein und kokettierten mit ihrem mädchenhaftem Charme.

„Die Stimmung war sehr entspannt, genau die richtige Mischung“, zog Folkert Koopmans, Geschäftsführer vom Veranstalter FKP Scorpio, eine vorläufige Bilanz. Auch die Polizei schloss sich dieser Einschätzung an. Im Gegensatz zum Vorjahr gab es insgesamt weniger Delikte jeder Art. Auffällig waren lediglich die zahlreichen Taschendiebstähle direkt vor der größten der drei Bühnen.

Trotz der tagsüber immer wiederkehrenden Regenwolken über dem Eichenring blieb dieses Jahr eine Matschparty aus. Die etwas kühle Luft hielt aber einige Bungeespringer nicht davon ab, nackt vom Baukran vor der Hauptbühne zu springen. Der Stimmung tat das wechselhafte Wetter auch bis zur letzten Band Die Ärzte keinen Abbruch.

lni

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