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Kultur Florian David Fitz gibt mit „Jesus liebt mich“ sein Regiedebüt
Mehr Welt Kultur Florian David Fitz gibt mit „Jesus liebt mich“ sein Regiedebüt
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02:27 21.12.2012
Florian David Fitz spielt in seinem Regiedebüt „Jesus liebt mich“ den Sohn Gottes. Quelle: Warner Bros.
Berlin

Pünktlich zu Weihnachten schaut Jesus auch im Kino vorbei. In Florian David Fitz’ Regiedebüt „Jesus liebt mich“ hat der Erlöser den Menschen allerdings keine frohe Botschaft zu verkünden. Im Gegenteil: Nächsten Dienstag soll die Welt untergehen und das Jüngste Gericht seine Urteile sprechen. Jetzt will Gottes Sohn (gespielt von Fitz selbst) schauen, ob die Menschen darauf auch ordentlich vorbereitet sind - und selbst mal testen, wie es sich als Mensch überhaupt so lebt.

Fitz wurde mit augenzwinkernden Erfolgskomödien wie „Vincent will Meer“ und „Männerherzen“ zum Star. Doch das reicht dem 38-Jährigen nicht. Erstmals führte der Schauspieler auch selbst Regie. Und auch das nach dem gleichnamigen Roman von Bestsellerautor David Safier („Mieses Karma“) entstandene Drehbuch stammt von ihm. Herausgekommen ist eine Erlöser-Klamotte mit viel Klamauk und gelegentlich kleinen philosophischen Einsprengeln, die durchaus noch ausbaufähig gewesen wären.

Das Drehbuch schwächelt mitunter etwas, die Geschichte ist doch allzu vorhersehbar und plakativ. Und auch einige der gut gemeinten Gags zünden nicht richtig. Beeindruckend aber ist die mit Verve agierende Starbesetzung, die Fitz für seinen Erstling aufgetrieben hat. Jessica Schwarz spielt Marie, die gerade von ihrer eigenen Hochzeit weggelaufen ist und nun in diesem langhaarigen Jeshua aus Palästina den scheinbar perfekten Mann für sich sieht - auch wenn der wirklich ziemlich komische Angewohnheiten hat und gern mal wildfremden Menschen die Füße wäscht. Und auch Jesus scheint Gefallen an Marie - seiner Maria Magdalena aus einem früheren Leben - zu finden.

Henry Hübchen ist der gefallene Erzengel Gabriel, der aus Liebe zu Maries Mutter (Hannelore Elsner) schon lange unglücklich auf der Erde lebt und einen ziemlich abgewirtschafteten Pfarrer abgibt. Elsner spielt überzeugend die skurrile, ebenfalls ziemlich unglückliche Hippie-Frau. Am furiosesten aber sind die Auftritte von Theaterschauspieler Nicholas Ofczarek als stinkiger, immer von Schmeißfliegen umschwirrter Teufel. Michael Gwisdek hat einen Kurzauftritt als Gott persönlich. Am Ende wird es an Marie hängen, ob die göttlichen Herren die Erde vielleicht doch noch einmal verschonen.

dpa

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