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Kultur Fatih Akin boykottiert Schweiz nach Minarett-Verbot
Mehr Welt Kultur Fatih Akin boykottiert Schweiz nach Minarett-Verbot
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17:02 03.12.2009
Fatih Akin Quelle: ddp/Archiv
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„Dieser Volksentscheid widerspricht meinem Verständnis von Humanismus, Toleranz und dem Glauben daran, dass ein harmonisches Miteinander von Menschen unterschiedlicher Herkunft, Rasse und Religion möglich sein muss“, schrieb Akin in einem offenen Brief, den seine Sprecherin am Donnerstag verbreitete. Um seinen Unmut über die Abstimmung auszudrücken, werde er nicht in die Schweiz einreisen.

„Da ich Kind moslemischer Eltern bin, die in Minaretten keinen politischen Islam, sondern lediglich die vollständige Architektur ihrer Gotteshäuser sehen, fühle ich mich durch den Volksentscheid auch persönlich betroffen“, schrieb Akin weiter. Er könne sich das Votum der Schweizer nur mit Angst erklären. Angst sei aber „die Quelle allen Übels“. “’Angst essen Seele auf’ heißt ein Film von Rainer Werner Fassbinder. Vielleicht hat die Angst in der Schweiz schon zu viele Seelen aufgegessen“, hieß es am Ende von Akins Brief.

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Die Schweizer Premiere von Akins Film „Soul Kitchen“ ist für den 16. Dezember 2009 geplant. Am vergangenen Sonntag hatten sich bei einem Referendum überraschend 57,5 Prozent der teilnehmenden Schweizer gegen den Bau von Minaretten in ihrem Land ausgesprochen.

ddp