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Kultur Elbphilharmonie: Erleichterung nach Absenken des Daches
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17:00 26.11.2012
Bau der Hamburger Elbphilharmonie: Auch nach dem Absenken des Daches sind noch nicht alle Probleme gelöst. Quelle: dpa
Hamburg

Das Dach sitzt nun endlich richtig – aber auch nach dem Absenken der aufwendigen Konstruktion sind noch nicht alle Probleme bei der Hamburger Elbphilharmonie gelöst. „Das ist ein wichtiges Ereignis, weil wir als Stadt lange auf diesen Schritt gedrängt haben“, sagte der Sprecher der Kulturbehörde, Karl Olaf Petters, am Montag. Das Absenken des Daches habe sogar besser funktioniert als erwartet. „Die Ergebnisse sind sehr gut, so dass wir uns in unserem Vorgehen bestätigt fühlen. Gleichwohl bedeutet das noch nicht das Durchschlagen des Gordischen Knotens. Die Gespräche mit Hochtief zur Neuordnung des Projekts sind weiter in einer schwierigen Phase.“ Die Kulturbehörde gehe jedoch weiter davon aus, dass bis Weihnachten ein Ergebnis präsentiert werden könne.

Am Wochenende war die Absenkung des Saaldaches erfolgreich abgeschlossen worden. Damit ruht es nun nicht mehr auf einem Gerüst sondern auf dem Gebäude. Der Streit um die Statik des Daches war einer der wesentlichen Gründe für den mehr als einjährigen Baustillstand auf Hamburgs berühmtester Baustelle.

Hochtief-Sprecher Bernd Pütter bezeichnete die Fortschritte auf der Baustelle als „gutes Zeichen für die weitere Zusammenarbei“. „Es gibt vielfältige Themen, die wir jetzt versuchen im Rahmen einer Gesamtlösung zu bereinigen. Die Verhandlungen dauern an“, sagte Pütter. „Niemand behauptet im Moment, dass die Absenkung des Daches alle Probleme löst, es gibt vertragliche Lösungen, aber es gibt auch noch technische Fragen, die wir miteinander besprechen müssen, aber das werden wir tun.“ Pütter verwies auf das Statement von Bürgermeister Olaf Scholz (SPD), der zuversichtlich ist, dass er in diesem Jahr zu einer Entscheidung kommen wird. „Wir sind zuversichtlich, dass wir eine Lösung hinbekommen werden“, so Pütter.

Die Stadt und der Baukonzern Hochtief streiten sich seit Jahren wegen Kostenexplosionen und Bauverzögerungen um das spektakuläre Konzerthaus der Schweizer Architekten Herzog & de Meuron. Ursprünglich sollte die Elbphilharmonie 77 Millionen Euro kosten und 2010 fertig sein. Mittlerweile müssen die Steuerzahler mindestens 323 Millionen Euro aufbringen, Schätzungen zufolge werden die Kosten jedoch eher bei 500 Millionen Euro liegen. Als Eröffnungstermin wurde zuletzt Frühjahr 2016 genannt.

dpa

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