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Kultur Die Red Hot Chilli Pipers in Hannover
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20:00 24.05.2012
Pfeifenkonzert mit Trommelsolo: The Red Hot Chilli Pipers im Pavillon. Quelle: Poblete Young
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Hannover

Dies ist ein Rockkonzert der besonderen Art: Acht Männer in Schottenröcken stehen da auf der Bühne im Pavillon am Raschplatz, machen einen Heidenlärm und eine ziemlich gute Show. Nicht ungewöhnlich für Rock, dafür umso ungewöhnlicher für das Instrument, das diesem Abend seine besondere Note verleiht: Der Dudelsack bestimmt die Musik der Red Hot Chilli Pipers. Schon seit 2002 erproben die acht berockten Jungs aus Glasgow die Möglichkeiten des Instruments - jenseits von folkloristischem Musizieren. Gern bedienen sich die Red Hot Chilli Pipers bei bekannten Hardrockvorbildern - und gern schreiben sie auch eigene Songs. Etwa 400 Menschen freuten sich über die teils ohrenbetäubende Darbietung, wenngleich viele dem Ansturm nur mit Ohrenstöpseln standhielten.

Dougie McCance, Kyle Warren und Kyle Howie an den Dudelsäcken geben an diesem Abend den Ton an. Kräftig näselnd bis sanft pfeifend covern sie Songs von AC/DC, Deep Purple und anderen Rockbands. So geben sie bekannten Titeln einen ganz neuen Zungenschlag. Stets folgt ihnen im Dialog mit schneidendem Rockgestus auf der E-Gitarre Nick Hawryliw, ein Rocker wie aus den besten Jahren von Uriah Heep. Die Musiker halten den Spannungsbogen unter der aufregend gestalteten Lightshow über zwei Stunden aufrecht.

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Zwischendrin wird eine Tin Whistle gezückt, dann wird es plötzlich keltisch-melodisch. Dann wieder treffen sich am Bühnenrand Steven Black (Schlagzeug) und Paul Jennings (Perkussion) zu einem aufregenden Trommelsolo im Duett. Dieser Abend ist für Rockliebhaber ebenso gelungen wie für die Fans von keltischen Klängen. Ganz davon abgesehen, dass die schmucken Jungs mit den rhythmisch schwingenden Troddeln an ihren roten Felltäschchen ein fröhliches Bild abgeben. Würden sich auch gut als Cheerleader machen.

Karin Vera Schmidt

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