Menü
Oberhessische Presse | Ihre Zeitung aus Oberhessen
Anmelden
Kultur Berufsfachschule Pop
Mehr Welt Kultur Berufsfachschule Pop
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
20:21 15.06.2009
Von Uwe Janssen
College-Leiter Andreas Hentschel. Quelle: Martin Steiner

Bei den Topjugendträumen ist dieser immer noch ganz vorn dabei: Gitarre spielen, Rockband gründen, Hit schreiben, in den Charts landen, in großen Hallen spielen, reich und berühmt werden. Der Traum ist noch träumbar, aber die Bedingungen sind schwierig geworden. Wer Pop- oder Rockstar werden oder wenigstens von der Musik leben möchte, muss sich in vielen Belangen professionell organisieren – und kann das mittlerweile auch mit Anleitung. Das fängt bei Musikschulen an und hört bei Studiengängen auf. Aushängeschild ist die Popakademie in Mannheim, eine staatliche Hochschule für Populäre Musik, an der man seinen Bachelor of Arts machen kann. Hannover hat seit fünf Jahren das an die Musikhochschule angedockte Popinstitut.

Von Herbst an kann man auch am Music College Hannover sein Karrierefundament legen. Das Music College ist eine Berufsfachschule für Musik, die ihre Schulungsräume an der Bultstraße hinter der Landesbühne hat. In einer zweijährigen Berufsausbildung soll sie Berufsmusiker der Sparten Jazz, Rock und Pop sowie qualifizierte Musikpädagogen hervorbringen. Unterrichtet wird in den Grundfächern E-Gitarre, E-Bass, Klavier, Keyboards, Schlagzeug, Gesang und Saxofon. Wer will, kann in den Bereichen pädagogische Lehrpraxis, Produktion, Karrierecoaching und Musikpraxis weitermachen. „Wir sind die einzige Schule dieser Art in Niedersachsen“, sagt College-Leiter Andreas Hentschel. Er leitet auch die PPC Music School, eine private Musikschule am Alten Flughafen, aus der die College-Idee hervorgegangen ist.

Hentschel hat sich einige Musiklehrer von der Musikhochschule als Dozenten geholt, und auch bei Aufnahmeprüfungen des großen Mitbewerbers will er vorbeischauen, um den dort abgelehnten Kandidaten sein Alternativangebot schmackhaft zu machen. Doch als Konkurrenz möchte er sein College nicht verstanden wissen, eher als „Ergänzung“. Ein gewisses Niveau wird zwar vorausgesetzt, „wir setzen aber niedriger an als die Musikhochschule“, sagt Hentschel und umschreibt diesen Ansatzpunkt so: „Wir wollen die Leute abholen.“ Und das nicht nur beim Gitarrespielen. Schwerpunkte liegen neben musikalischer Praxisarbeit und pädagogischer Lehrpraxis vor allem in den Bereichen Wirtschaft, Recht und Public Relations. Zu Selbstständigkeit und organisierter Selbstvermarktung fehlt vielen Berufsanfängern nach Hentschels Erfahrung der – dringend notwendige – Bezug. Dieser Sinn soll im College geschärft werden.

Die (Bafög-anerkannte) Ausbildung hat ihren Preis: 495 Euro kostet der Unterricht pro Monat, 5940 Euro pro Jahr. Innerhalb dieses Jahres erhält man 1702 Stunden Einzel- und Gruppenunterricht. Nur eine Karrieregarantie, die ist leider nicht mit drin.

Die Aufnahmeprüfungen finden vom 17. bis 19. August statt.

Alle weiteren Infos unter www.musiccollege-hannover.de

7500 Besucher erkunden bei der elften Museumsnacht besondere Angebote in 21 Häusern.

Stefanie Kaune 15.06.2009

Nach neun Jahren in der Stadt singt Schauspielintendant Wilfried Schulz mit seinem Ensemble leise servus und geht nach Dresden. Vor dem letzten Vorhang gab es Reden im Foyer, gute Wünsche von Freunden und ein paar Tränen.

Ronald Meyer-Arlt 14.06.2009

Ein tagelanges Schlachtgetümmel wie vor 2000 Jahren hat im niedersächsischen Bramsche-Kalkriese zum Wochenende einen Besucheransturm ausgelöst.

14.06.2009