Menü
Oberhessische Presse | Ihre Zeitung aus Oberhessen
Anmelden
Kultur Berliner Staatsoper eröffnet erst 2015
Mehr Welt Kultur Berliner Staatsoper eröffnet erst 2015
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
14:02 25.05.2012
Die Staatsoper in Berlin eröffnet erst im Jahr 2015. Grund dafür ist der Fund von Resten der mittelalterlichen Stadtmauer. Quelle: dpa
Anzeige
Berlin

Die Wiedereröffnung der Berliner Staatsoper Unter den Linden wird um ein weiteres Jahr auf 2015 verschoben. Grund sei die Entdeckung alter Pfahlbauten in 17 Metern Tiefe, auf denen im Mittelalter die Berliner Stadtmauer gebaut wurde, teilte Senatsbaudirektorin Regula Lüscher am Freitag mit. Dadurch könne die geplante unterirdische Verbindung zwischen dem Opernhaus und den Probebühnen nicht gegen Grundwasser isoliert werden.

Es bestehe die Gefahr, dass dann immer wieder Wasser durch die Betonsohle sickere und der Bau insgesamt in Schieflage gerate, sagte Lüscher. Die Betonsohle, auf dem der Verbindungsgang ruht, soll nun von 1,5 auf drei Meter verdoppelt werden.

Anzeige

Die mehrheitlich vom Bund getragenen Kosten von 250 Millionen Euro würden dadurch aber nicht überschritten. Die Mehrkosten seien durch eine finanzielle Reserve für unvorhersehbare Probleme gedeckt, sagte Lüscher. Bereits im vergangenen Jahr war eine Verzögerung um ein Jahr angekündigt worden.

Die Übergabe für den Bau sei nun für April 2015 geplant, sagte Lüscher. Für das Publikum könnte die Oper dann im Herbst 2015 wieder geöffnet werden. Als ursprünglicher Termin für den Neustart war der 3. Oktober 2013 genannt worden.

Die Entscheidung zur Verschiebung sei in den vergangenen Tagen gefallen, sagte Lüscher. Man wolle jedes Risiko ausschließen. Sie verwies dabei auf den Einsturz des Kölner Stadtarchivs.

Die Sanierung der Staatsoper gehört zu den großen Kulturprojekten in der Hauptstadt. Ursprünglich sollte der Innenraum komplett neu gestaltet werden. Nach einer heftigen Debatte hatte der Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) entschieden, den Zuhörersaal zu renovieren, so wie ihn der Architekt Richard Paulick 1952 nach den Kriegszerstörungen wieder aufgebaut hatte.

Die Staatsoper wird von Generalmusikdirektor Daniel Barenboim und Intendant Jürgen Flimm geleitet und gehört zu den drei Opernhäusern der Hauptstadt.

dpa

Kultur Niedersächsische Musiktage - Programm für Musiktage vorgestellt
Stefan Arndt 25.05.2012
25.05.2012
26.05.2012