Menü
Oberhessische Presse | Ihre Zeitung aus Oberhessen
Anmelden
Kultur 10- bis 13-jährige Jungen sind oft Lesemuffel
Mehr Welt Kultur 10- bis 13-jährige Jungen sind oft Lesemuffel
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
13:54 10.11.2012
In Oldenburg findet die Kinder- und Jugendbuchmesse (Kibum) statt. Quelle: dpa
Oldenburg

Jährlich erscheinen bis zu 2500 neue Kinder- und Jugendbücher. Der Markt ist umkämpft. Die Verlage müssen rechtzeitig Trends erkennen und um ihre jungen Leser werben. Über die Trends und neuen Angeboten berichtet Christian Kühn von der Universitätsbibliothek Oldenburg in einem dpa-Interview. Kühn ist Mit-Organisator der Kibum. 

Welche Themen sind bei Kindern und Jugendlichen derzeit im Trend?

Kühn: „Das ist sehr unterschiedlich. Es gibt nicht den Trend. Bei den älteren Jugendlichen sind Dystopien angesagt, Welten, die sich aufgrund politischer oder gesellschaftlicher Fehlentwicklungen zu Katastrophenszenarien ausweiten. Die Protagonisten oder die Sympathieträger dieser Bücher haben sich meistens zwischen Gut und Böse zu entscheiden. Sie handeln in einer Welt mit all ihren Problematiken, beispielsweise mit Kriegen, Wirtschaftsproblemen, knapper werdenden Ressourcen wie der Kampf um Wasser oder Energien. Diese werden dann fortentwickelt in ein Szenario, dass nicht mehr einzudämmen ist.“ 

Lesen oder Computerspiele - verliert das Buch?

Kühn: „Wir wissen aus Untersuchungen, dass es bei Kindern und Jugendlichen Gruppen gibt, die mehr dem Buch oder mehr den elektronischen Medien zugeneigt sind. Das Problem beim Lesen sind die männlichen Jugendlichen zwischen 10 und 13 Jahren. Bei denen sind Computerspiele eher angesagt, als die Geduld aufzubringen, an einem Text zu kleben. Verlage haben das erkannt und haben Bücher für das zweite, dritte Lesealter kreiert, die speziell für Jungs konzipiert sind. Sie sind gespickt mit Abenteuern und Aktionen, sind aber angereichert mit Leserätsel und Extraseiten zum Mitmachen. Es gibt auch Entwicklungen, wo dem Buch audiodigitale Elemente beigefügt sind. Das sind sogenannte Lesestifte, die in das Buch hineingedruckte Informationen abrufen und in Ton oder Geräuschsignalen wiedergeben. Diese erfreuen sich immer größerer Beliebtheit, weil sie über das Lese- und Seherlebnis hinausgehen.“ 

Wie teilt sich der Markt der Verlage auf?

Kühn: „Wir erleben allgemein im Kinder- und Jugendbuch eine Konzentration. Die 15 großen Verlage generieren fast drei Viertel des Umsatzes. Im restlichen Viertel tummeln sich alle kleineren Verlage. Die können ihre Bücher nur dann loswerden, wenn sie unverwechselbare oder attraktive Titel in dieser Nische produzieren, die auch für Aufsehen sorgen. Es gibt zum Beispiel Verlage, die die sogenannten Wimmel-Bücher wieder ganz nach vorne gebracht haben. Die meist textlosen Bilderbücher sind großformatig und wimmeln von Bildern. Es sind keine Geschichten, es geht um Suchen und Wiederfinden von auf den Seiten versteckten Figuren.“ 

dpa

Oscar-Preisträger Steven Spielberg („Indiana Jones“, „Gefährten“) hat keine „Star Wars“-Ambitionen. „Nein! Nein!“, sagte der 65-Jährige am Freitag der US-Sendung „Access Hollywood“ auf die Frage, ob er die geplanten „Krieg der Sterne“-Fortsetzungen drehen wolle. „Das ist nicht mein Genre.“

10.11.2012

Antisemitismus und Rassismus wirft Publizist Michel Friedman den Schriftstellern Martin Walser und Günter Grass vor. Während Grass sich noch nicht äußerte, will Walser notfalls auch rechtlich gegen Friedman vorgehen.

09.11.2012

Picassos Werke heiß begehrt: Unter den zehn teuersten Bildern bei der Herbstauktion von Sotheby's für expressionistische und moderne Kunst waren allein sechs des spanischen Künstlers.

09.11.2012