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Welt Kreuz für Kriegsverbrecher Jodl verschwindet
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15:36 23.02.2018
Das Jodl-Grab auf dem Friedhof der Fraueninsel im Chiemsee ist zum Teil mit einer Plane abgedeckt. Quelle: picture alliance / dpa
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Chiemsee

Das umstrittene Grabkreuz für den Wehrmachtsgeneral Alfred Jodl auf der Fraueninsel im Chiemsee soll nach jahrelangen Debatten verschwinden. Das hat der Gemeinderat der Gemeinde Chiemsee beschlossen. Mehrere Medien hatten zuvor über die Entscheidung berichtet. Der Chiemseer Bürgermeister Georg Huber sagte am Freitag, das Grabnutzungsrecht sei nicht mehr verlängert worden.

Jodl selbst liegt nicht auf dem Friedhof der Insel. Er wurde in den Nürnberger Prozessen 1946 als Hauptkriegsverbrecher zum Tode verurteilt und hingerichtet, seine Asche in die Isar gestreut. In dem Grab sind Angehörige beerdigt. Das Gedenkkreuz dort für Jodl hatte immer wieder für Debatten gesorgt.

Der Aktionskünstler Wolfram Kastner hatte mehrfach mit Aktionen auf die Stätte aufmerksam gemacht, etwa entfernte er den Buchstaben „J“, beschmierte das Grab mit roter Farbe und brachte eine Tafel mit der Aufschrift „Keine Ehre dem Kriegsverbrecher“ an. Dafür war er verurteilt worden. Der Platz auf der Insel sei begrenzt, so dass es auch an Grabstätten fehle, sagte Bürgermeister Huber zu der Entscheidung, die Grabnutzungsrechte nicht zu verlängern.

Von RND/dpa

Der Artikel "Kreuz für Kriegsverbrecher Jodl verschwindet" stammt von unserem Partner, dem RedaktionsNetzwerk Deutschland.

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