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Welt Eltern sind besser als viele denken
Mehr Welt Eltern sind besser als viele denken
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12:15 21.11.2018
Familie unterwegs. Quelle: Matthias Balk/dpa
Kommentar

Die ersten Meldungen zur Bertelsmann-Studie über das Konsumverhalten von Eltern trugen das Vorurteil schon in sich: Eltern, so war zu lesen oder zu hören, geben das vom Staat zur Verfügung gestellte Kindergeld doch für ihre Kinder aus. Als ob dies ein Wunder wäre.

Wer die Preise für Wohnungen mit Kinderzimmer kennt, wer schon einmal Kinderklamotten gekauft hat, wer Kitabeiträge zahlt und Bildungsmaterialien wie Bücher oder PC-Programme für die lieben Kleinen in Anspruch nimmt, der weiß, dass dies Geld kostet. Viel Geld. Und wer Eltern, egal welcher sozialen Schicht sie angehören, unter den Generalverdacht stellt, sie würden die staatlichen Hilfen lieber selbst verprassen, der hat ein seltsames Menschenbild.

Vorurteile durch Einzelfälle

Die Studie, durchgeführt vom renommierten Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW), ist kein Schnellschuss irgendwelcher Sozialromantiker. Untersucht wurde die Verwendung des Kindergeldes und des in verschiedenen Bundesländern gezahlten Landeserziehungsgeldes für den Zeitraum von 1984 bis 2016. Unterm Strich steht darin: Das Vorurteil, dass Kindergeld lieber für Alkohol, Tabak oder Unterhaltungselektronik konsumiert würde, beruht allein auf Einzelfällen.

Aufstiegschancen steigen

Das Ergebnis sollte denen Mut machen, die für aktive Kinderförderung des Staats streiten. Je 100 Euro Kindergeld steigt der Studie zufolge die Wahrscheinlichkeit, dass ein Kind eine Kindertageseinrichtung besucht, um fünf Prozentpunkte. Die direkten Zahlungen fördern auch, dass Kinder häufiger zum Sport oder zur Musikerziehung gehen. Die sogenannte frühkindliche Bildung sorgt letztlich dafür, dass auch die Aufstiegschancen für Kinder aus ärmeren Schichten steigen.

Die Studie sollte nun Grund sein, Kindergelderhöhungen bei den zwei Millionen Kindern, die auf Hartz IV angewiesen sind, ankommen zu lassen. Sie gehen bei der beschlossenen Erhöhung auf 328 Euro leer aus.

Lesen Sie auch: Kindergeld ins EU-Ausland – Deutschland muss weiter in voller Höhe zahlen

Von Thoralf Cleven/RND

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