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Welt Kevin Kühnert sieht keinen Bedarf für Personalwechsel
Mehr Welt Kevin Kühnert sieht keinen Bedarf für Personalwechsel
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09:55 30.10.2018
Nach Ansicht des Juso-Vorsitzenden Kevin Kühnert haben „inhaltliche Konflikte“ derzeit Priorität gegenüber personellen Veränderungen in der SPD. Quelle: Bernd von Jutrczenka/dpa
Berlin

Der Juso-Vorsitzende Kevin Kühnert sieht nach der Rückzugsankündigung der CDU-Vorsitzenden Angela Merkel vorerst keine Notwendigkeit für personelle Veränderungen an der Spitze der SPD. „Wir haben so viel Personal gewechselt in den letzten Jahren und das allein hat uns nicht weiter gebracht“, sagte der Vorsitzende der SPD-Nachwuchsorganisation am Dienstag im ARD-„Morgenmagazin“. Zwar müsse ein richtiger Erneuerungsprozess am Ende auch personelle Erneuerung bedeuten. Aber: „Wir müssen jetzt erst mal ein paar inhaltliche Konflikte klar ziehen in der SPD.“

Kühnert geht nicht davon aus, dass die große Koalition von Union und SPD die volle Wahlperiode bis 2021 durchhalten wird. „Die Frage ist, wer eine kluge Exit-Option irgendwann findet.“ Der Erneuerungsprozess der SPD mit inhaltlicher Zuspitzung könne dazu beitragen.

Kühnert wertete Merkels Rückzug vom Parteivorsitz als Chance für eine wieder stärkere Polarisierung der Parteien. „Viele Menschen haben in den letzten Jahren das Gefühl gehabt, dass Union und SPD mehr so zwei Flügel einer Partei sind, und darüber gibt's eine Moderatorin Angela Merkel, die sorgt dafür, dass das funktioniert. Das hört jetzt auf, indem diese Moderatorin aus dem Spiel langsam rausgeht“, sagte Kühnert.

Von RND/dpa

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