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Welt Gesunkene „ARA San Juan“ bleibt wohl für immer am Meeresgrund
Mehr Welt Gesunkene „ARA San Juan“ bleibt wohl für immer am Meeresgrund
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16:58 18.11.2018
Die „ARA San Juan“ wird wohl nie wieder an die Oberfläche zurückkehren.
Die „ARA San Juan“ wird wohl nie wieder an die Oberfläche zurückkehren. Quelle: Argentina Navy/AP/dpa
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Buenos Aires

Die argentinische Regierung hat eine Bergung des gesunkenen U-Bootes „ARA San Juan“ ausgeschlossen. Das U-Boot war vor einem Jahr verschollen. Das Wrack wurde jetzt erst geortet. „Argentinien verfügt nicht über die technischen Möglichkeiten, das U-Boot zu bergen. Wahrscheinlich gibt es auf der ganzen Welt keine Technologie, um eine Masse von 2300 Tonnen Gewicht aus 900 Metern Tiefe zu heben“, sagte Verteidigungsminister Oscar Aguad am Sonntag im Radiosender „Mitre“. „Das ist keine Entscheidung der Regierung, es geht einfach nicht.“

Die „ARA San Juan“ mit 44 Seeleuten an Bord war vor einem Jahr auf der Fahrt von Ushuaia im äußersten Süden Argentiniens nach Mar del Plata verschwunden. Eine private Suchfirma hat das Wrack nun auf dem Grund des Südatlantiks geortet. Die Familien der Opfer fordern, dass das Schiff geborgen wird, damit sie ihre Angehörigen bestatten können und eine umfassende Untersuchung des Unglücks ermöglicht wird.

„Ich kann nicht aufhören zu weinen“

Nach der Entdeckung des U-Boots „ARA San Juan“ schwanken die Angehörigen der 44 Opfer zwischen Erleichterung, Wut und Trauer. „Das Einzige was zählt, ist, dass wir sie gefunden haben. Ich kann nicht aufhören zu weinen“, schrieb Luis Tagliapietra, der Vater eines der Soldaten, am Wochenende von Bord des Suchschiffs „Seabed Constructor“ an die Deutsche Presse-Agentur und andere Medien.

Eine Suchmannschaft der privaten Firma Ocean Infinity hatte das gesunkene U-Boot rund 500 Kilometer östlich des Golfs San Jorge vor der patagonischen Küste geortet. Das Schiff sei in einer Tiefe von 907 Metern entdeckt worden, sagte der Kommandant der Marinebasis Mar del Plata den Angehörigen der Seeleute. „Die Hülle ist noch in einem Stück, sie ist total deformiert und implodiert, aber ohne nennenswerte Risse“, erklärte Kapitän Gabriel Attis.

Präsident Mauricio Macri ordnete eine dreitägige Staatstrauer an. „Heute ist der traurigste Tag“, sagte er. „Die Heldin und die 43 Helden werden im Leben ihrer Liebsten nicht zu ersetzen sein.“

Die „ARA San Juan“ mit einer Kiellänge von 65 Metern wurde im Auftrag der argentinischen Kriegsmarine von den damals dem Thyssen-Konzern gehörenden Nordseewerken in Emden gebaut und 1985 in Dienst gestellt. Das U-Boot mit einem diesel-elektrischen Antrieb war für Tauchfahrten bis 300 Meter Tiefe ausgelegt.

Kritik an der langen Suche

„Ab heute wird sich ein Teil der Wunde schließen“, sagte Isabel Polo, die Schwester eines Seemanns, im Fernsehen. Jorge Villarreal, der Vater eines weiteren Besatzungsmitglieds, sagte: „Jetzt wissen wir, wo unsere Kinder sind. Wir wollen ihnen den Abschied bereiten, den sie verdienen. So können wir Frieden finden.“

Die Familien der Seeleute litten im vergangenen Jahr vor allem unter der Ungewissheit über den Verbleib ihrer Angehörigen. „Ich will wissen, was passiert ist“, sagte Oscar Vallejos, der Vater eines der Soldaten, im Fernsehsender C5N. „Sie wussten schon, wo sie sind und haben gewartet, bis ein Jahr vergangen ist. Ich habe meine Zweifel. Welch ein Zufall.“

Von RND/dpa

Der Artikel "Gesunkene „ARA San Juan“ bleibt wohl für immer am Meeresgrund" stammt von unserem Partner, dem RedaktionsNetzwerk Deutschland.