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Mehr Welt Diese Geld-Anlagen lohnen sich (nicht)
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14:20 31.10.2018

Diese Geld-Anlagen lohnen sich (nicht)

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Das sagt unser Experte Uwe Eilers (Geschäftsführer der Vermögensverwaltung Frankfurter Vermögen): „Wer jetzt Immobilien als Kapitalanlage kauft, muss damit rechnen, dass das böse enden wird. Häuser und Wohnungen in Deutschland sind zurzeit nahezu überall in den Metropolen und Ballungsgebieten überteuert. Wer heute vor zehn Jahren erworbenen Wohnraum verkauft, macht Gewinn, wer zu derzeitigen Preisen kauft, macht morgen dagegen schon beim Verkauf mindestens 14 Prozent Verlust: Grunderwerbssteuer, Maklerkosten und weitere Nebenkosten werden kaum von der Verkaufssumme abgedeckt. Entscheidet man sich dafür, heute ein Haus zu erwerben, um es in zehn Jahren zu verkaufen, sind noch deutlichere Verluste vorprogrammiert. Schuld ist der niedrige Zinssatz. Durch die jahrelangen Anleihenkäufe der Europäischen Zentralbank (EZB) haben wir eine verzerrte Zinssituation. Ab Januar 2019 will die Notenbank die Käufe auf null reduzieren. Von da an ist damit zu rechnen, dass die Zinsen wieder auf 4 Prozent steigen werden. Der Wiederverkaufswert von Immobilien kann dann aber um bis zu 30 Prozent sinken – ein Verlustgeschäft also. Als Kapitalanlage lohnen sich Immobilienkäufe derzeit nur für die Altersvorsorge, wenn man selbst ein Leben lang darin wohnen will oder wenn das Objekt deutlich unter dem Marktwert zu erwerben ist.“

Quelle: dpa

Das sagt unsere Expertin Karin Baur (Redakteurin der Zeitschrift „Finanztest“ der Stiftung Warentest und Expertin für Geldanlage): „Sowohl die aktiv gemanagten Fonds als auch die börsengehandelten Fonds unterliegen der gleichen Aufsicht und den gleichen Gesetzen. Bei ETF (die Abkürzung steht für Exchange Traded Funds, das sind passiv gemanagte Indexfonds, die etwa den Dax nachbauen) kommen an manchen Stellen noch weitere Pflichten hinzu. Im Allgemeinen lässt sich aber sagen: Aktive Fonds und ETF dürfen das Gleiche machen. Deswegen halten wir den einen Typ nicht für sicherer als den anderen. ETF haben meist niedrigere Kosten und können von jedem Anleger wie Aktien gekauft werden. Ihre Indexanbindung wird transparent dargestellt. Außerdem machen sie meist weniger Arbeit. Aktive Fonds sollten nach ganz konkreten Ideen, Zielen und Wünschen, die über ein gutes Rendite-Risiko-Profil hinausgehen, ausgewählt werden. Egal, ob wir über aktive Fonds oder ETF sprechen: Bei beiden sind die Marktrisiken die wichtigsten Chancen und Risiken, also die Entwicklungen der Aktien und Anleihen, auf die die Fonds setzen. Bei aktiven Fonds kommt hinzu, dass man das Risiko falscher Managerentscheidungen trägt. Bei ETF sollte bedacht werden, dass man sich wegen der sekündlichen Handelbarkeit vielleicht zu übermäßigem Handel hinreißen lässt. Gerade wenn es crasht, ist Stillhalten oft eine gute Option.“

Quelle: AP

Das sagt unser Experte Stefan Bielmeier (Chefvolkswirt der DZ Bank und Blogger auf www.bielmeiersblog.dzbank.de): „Bei einem attraktiven Anlagemodell müssen Risiko und Rendite in einem angemessenen Verhältnis stehen. Bis Ende 2017 war dies bei Kryptowährungen der Fall, hier standen enormen Preisschwankungen, dem gängigen Maß für Risiken, bedeutende Kurssteigerungen gegenüber. Seit Anfang dieses Jahres jedoch ist der Kurs der Kryptowährungen tendenziell rückläufig. So hat sich der Kurs von Bitcoin in USD, verglichen mit dem Jahresausgangsniveau, mehr als halbiert. Eine attraktive Anlagealternative sieht anders aus. Ein Engagement in Kryptowährungen ist riskant, im schlimmsten Fall droht der Totalverlust der Investition. Schließlich verfügen Kryptowährungen über keinen intrinsischen Wert. Zudem ist es unwahrscheinlich, dass Bitcoin und Co. für den alltäglichen Gebrauch einer breiten Masse der Bevölkerung in naher Zukunft eine bedeutende Rolle spielen werden. Dennoch gibt es zwei potenzielle Investorengruppen, die nicht unbedingt vor Kryptowährungen zurückschrecken müssen: zum einen Menschen, die aufgrund ihrer ideologischen Ausrichtung nach Alternativen zum etablierten Finanzsystem suchen und kein Vertrauen in Zentralbanken oder Finanzinstitute haben. Zum anderen könnten Finanzmarktakteure, die in Kryptowährungen die Zukunft der Finanzwelt sehen und mit weiteren Kurssteigerungen rechnen, in Erwägung ziehen, Kryptowährungen als Beimischung in ihr Portfolio aufzunehmen.“

Quelle: imago/Science Photo Library
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