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Mehr Welt Berlusconi mischt wieder mit: Die Köpfe der Italien-Wahl
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17:32 27.02.2018

Berlusconi mischt wieder mit: Die Köpfe der Italien-Wahl

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Noch vor vier Jahren galt er als die große Hoffnung der italienischen Politik, unter seiner Führung holten die Sozialdemokraten bei der Europawahl 2014 stolze 41 Prozent. Doch inzwischen ist Matteo Renzi unbeliebtester Spitzenpolitiker Italiens. Und seine Partei kann wohl bestenfalls mit 23 oder 24 Prozent der Stimmen rechnen. Renzis Reformpolitik hat ihn im linken Lager viele Freundschaften gekostet. Der linke Flügel der Sozialdemokraten spaltete sich ab und tritt am Sonntag als Partei der „Freien und Gleichen“ an. Renzi hatte sich auch das Wahlsystem vorgeknöpft. Ein Referendum darüber verband der Florentiner so eng mit seiner Person, dass nach dessen Scheitern Ende 2016 der Rücktritt folgen musste. Dass Renzi die politische Bühne nicht komplett verlassen hat, sondern noch immer Parteichef ist, nehmen ihm viele Italiener übel. Renzis Nachfolger Paolo Gentiloni liegt hingegen in der Gunst der Bürger vorn. Sollten die Sozialdemokraten in der Regierung bleiben, ist Gentilonis Verbleib im Amt wahrscheinlicher als Renzis Rückkehr.

Quelle: dpa

Giorgia Meloni ist kein Neuling in der italienischen Politik. Unter Regierungschef Silvio Berlusconi war die 41-jährige Römerin von 2008 bis 2011 Ministerin für Jugend und Sport. Vor vier Jahren gründete Meloni ihre eigene Partei, die „Fratelli d’Italia“. Die „Brüder Italiens“ sehen sich in der Tradition des italienischen Faschismus; inhaltlich arbeiten auch sie sich vor allem am Thema Migration ab. Ihr Parteilogo ziert eine Flamme mit Italienfarben – das ist das Symbol eben jener Flamme, die stets am Grab des einstigen Diktators Benito Mussolini brennt. Ein derart ungebrochenes Verhältnis zu einem dunklen Kapitel italienischer Geschichte stellt kein Tabu dar: Die „Fratelli d’Italia“ haben laut Umfragen Chancen auf etwa fünf Prozent der Stimmen. Zwar hat sich deren Spitzenkandidatin Meloni von ihrem einstigen Förderer Berlusconi distanziert, weil ihr dessen Kurs zu EU-freundlich war. Doch ganz zerschnitten ist das Tischtuch nicht. Sollten Forza und Fratelli gemeinsam mit der rechten Lega 40 Prozent der Stimmen holen, soll es ein Bündnis geben.

Quelle: imago stock&people
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