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Mehr Welt „Aktenzeichen XY“ – Die spektakulärsten gelösten Fälle
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12:57 19.10.2017

„Aktenzeichen XY“ – Die spektakulärsten gelösten Fälle

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Vier ermordete Soldaten und die Wahrsagerin: Im Januar 1969 brachen zwei Täter im Bundeswehrstützpunkt im saarländischen Lebach ein. Dabei erschossen und erstachen die Männer vier schlafende Soldaten. Anschließend stahlen sie mehrere Waffen und Munition aus einem Lager. Ein 20-jähriger Soldat überlebte schwer verletzt, doch zu den flüchtigen Mördern konnte er keine Hinweise geben. Die Polizei stellte einen Zusammenhang zwischen den brutalen Morden und einer Reihe Erpresserbriefe her. In einer Sendung im April stellte Moderator Eduard Zimmermann die Briefe vor. Eine Zuschauerin erkannte das Synonym, das einer der Erpresser in einem Schreiben verwendete. Es war ein Kunde, der ihre Dienste als Wahrsagerin in Anspruch genommen hatte. Die Polizei konnte die zwei Männer am 25. April festnehmen.

Quelle: dpa

„Monsieur X“: Zwischen 1975 und 1977 terrorisierte ein Unbekannter Zugreisende, verübte Anschläge auf Strecken und Züge und forderte mehrere Hunderttausend Mark von der Deutschen Bahn. Der Täter, der sich selbst „Monsieur X“ nannte, konnte trotz breiter Fahndung zwei Jahre lang nicht gefasst werden. Im Zuge seines größten Angriffs ließ der Bahnterrorist einen Zug bei 140 Stundenkilometer entgleisen, 19 Menschen werden zum Teil schwer verletzt. Ein Hinweis über eine ungewöhnliche Briefübergabe in Straßburg führte zum Fahndungserfolg. Nachdem der französische Geheimdienst die Informationen an die deutschen Kollegen weitergeleitet hatte, konnten diese zunächst nichts damit anfangen. Erst als ein Ermittler die „Aktenzeichen XY“-Sendung sah, in der der Fall vorgestellt wurde, gelang es, den Täter zu ermitteln und festzunehmen.

Quelle: dpa

Dank der ZDF-Sendung konnte 2013 ein mehrfacher Kinderschänder verhaftet werden. Polizisten in Dänemark hatten zuvor deutsche Kinderpornografie-Videos im Netz entdeckt und die Behörden informiert. Nachdem die Ermittler in der Sendung Ausschnitte aus dem Videomaterial zeigten, erkannte ein Zuschauer den 33-jährigen Täter und meldete sich bei der Polizei. Im Zuge der Ermittlungen stellte sich heraus, dass der Mann seinen eigenen Sohn sexuell missbrauchte. Noch am selben Abend stürmten die Beamten die Wohnung des Täters und brachten den 12-Jährigen in Sicherheit.

Quelle: dpa
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