Menü
Oberhessische Presse | Ihre Zeitung aus Oberhessen
Anmelden
Welt Forscher finden viel Mikroplastik um die Osterinsel
Mehr Welt Forscher finden viel Mikroplastik um die Osterinsel
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
15:01 13.08.2018
Plastik-Teilchen aus dem Magen eines Weihnachts-Sturmtauchers. Quelle: Matías Portflitt Toro/dpa
Anzeige
Kiel

Die Verschmutzung der Meere mit Plastikmüll betrifft einer deutsch-chilenischen Studie zufolge inzwischen selbst die entlegensten Regionen der Erde. „Besonders hohe Mikroplastik-Konzentrationen haben wir rund um die Osterinsel und in bis 2000 Kilometern Entfernung vor der chilenischen Küste gefunden“, erläutert Hauptautor Martin Thiel von der Universidad Católica del Norte in Coquimbo in Chile. Die Osterinsel liegt im Südpazifik, Tausende Kilometer von Südamerika und Australien entfernt.

In der Fachzeitschrift „Frontiers in Marine Science“ dokumentieren die Wissenschaftler, darunter Forscher des Geomar Helmholtz-Zentrums für Ozeanforschung Kiel, das Ausmaß der Verschmutzung und den Einfluss auf das marine Ökosystem. Bei 97 verschiedenen Arten habe man Kontakt mit Plastikmüll nachgewiesen – die Tiere waren entweder in dem Abfall verheddert oder hatten Plastik mit der Nahrung aufgenommen. Dies betraf unter anderem 20 Fischarten, 53 Seevögel-Spezies, 19 verschiedene Meeressäuger und 5 Arten von Meeresschildkröten.

Anzeige

Plastikteile schwächen die Meerestiere

„In den Mägen finden sich alle möglichen Plastikfragmente, zum Teil in erschreckend hoher Konzentration“, berichtet Ko-Autor Nicolas Ory vom Geomar. Diese Plastikteile beeinträchtigten oder schwächten die Lebewesen und könnten langfristig die Sterblichkeitsquote erhöhen. Maßnahmen zur Reduzierung des Plastikmülls seien dringend geboten, mahnt das Team.

Die Forscher nahmen und analysierten Wasserproben auf mehreren Expeditionen im Südpazifik zwischen der Osterinsel und dem südamerikanischen Festland. Außerdem werteten sie Berichte über marine Organismen aus, die sich in größeren Plastikteilen wie beispielsweise alten Fischernetzen verfangen hatten.

Müllproblem im Ozean ist global

„Das kommt häufiger in den küstennahen, stark befischten Regionen des Humboldtstroms vor, während wir im offenen Ozean eher sehen, dass Organismen kleinere Plastikteile verschlucken“, betont Thiel. Die Studie zeige sehr deutlich, dass sich die Partikel im Bereich der subtropischen Wirbel konzentrieren, erläutert der deutsche Meeresbiologe, der seit vielen Jahren in Chile lebt und sich gegen die Verschmutzung der Ozeane engagiert.

„Dies sind keine guten Nachrichten“, resümierte Thiel. „Das Müllproblem im Ozean ist global.“ Die Studie bestätige auch Mikroplastik-Messungen während der kürzlich zu Ende gegangenen weltweiten Segelregatta Volvo Ocean Race, die Mitarbeiter des Geomar initiiert hatten.

So war sogar am Point Nemo im Südpazifik – jene Stelle, die weltweit am weitesten vom nächsten Land entfernt ist – Mikroplastik im Meerwasser. Das Geomar und das Kieler Exzellenzcluster „Ozean der Zukunft“ hatten zwei Jachten für die Regatta mit Sensoren ausgestattet. Die Mikroplastik-Konzentrationen seien regional sehr unterschiedlich, sagt Sören Gutekunst vom Exzellenzcluster „Ozean der Zukunft“, der das Geomar-Projekt technisch betreut hatte. Die höchsten Konzentrationen fanden sich demnach entlang der Regattastrecke im Mittelmeer und im westlichen Pazifik.

Von RND/dpa

Der Artikel "Forscher finden viel Mikroplastik um die Osterinsel" stammt von unserem Partner, dem RedaktionsNetzwerk Deutschland.

Auch wenn ihm eine Rückkehr auf den Chefsessel bei Audi verwehrt bliebe: Zumindest zu seiner Familie in Ingolstadt hoffte Rupert Stadler zurück zu dürfen, nach zwei Monaten im Gefängnis. Aber die Richter am Landgericht München zeigen sich hart.

13.08.2018

Nach dem Tod eines 15-Jährigen, der mit seinem Segelflugzeug in Braunschweig abstürzte, gibt es nun neue Erkenntnisse. Der Fluglehrer des Jungen hatte die Anweisung zum Absprung gegeben.

13.08.2018

Fans warfen Ruby Rose vor, dass sie als Darstellerin von „Batwoman“ in der neuen Serie „nicht lesbisch genug“ sei. Die Darstellerin hat nun ihr Twitter-Account gelöscht.

13.08.2018