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Welt „Was uns nicht umbringt“: Probleme zuhauf
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06:00 14.11.2018
Ex-Paar: Maximilian (August Zirner) hat ein gutes Verhältnis zu seiner Verflossenen Loretta (Barbara Auer).
Ex-Paar: Maximilian (August Zirner) hat ein gutes Verhältnis zu seiner Verflossenen Loretta (Barbara Auer). Quelle: Foto: Alamode
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Hannover

In „Bella Martha“ spielte August Zirner den Psychotherapeuten der kochenden Titelheldin, in „Sergeant Pepper“ den eines sechsjährigen Sonderlings. Nun ist Zirner für Sandra Nettelbeck zum dritten Mal als Seelenklempner im Einsatz. Diesmal hat er in seiner Rolle allerdings etwas mehr zu tun. Schließlich laufen bei Max alle Fäden des Ensemblefilms „Was uns nicht umbringt“ zusammen.

Sandra Nettelbeck führt zuhauf krisengebeutelte Charaktere ein

Der Therapeut hat ein gutes Verhältnis zu seiner Ex-Frau Loretta (Barbara Auer), die Stress mit den gemeinsamen Teenager-Töchtern hat und sich fragt, was aus ihrer Affäre mit einem jüngeren Dozenten werden soll. Max seinerseits verliebt sich in Sophie (Johanna ter Steege), die er wegen ihrer Spielsucht behandelt. Zu seinen Klienten zählen ein skurriles Bestatter-Geschwisterpaar sowie ein schwuler Pilot, dem die Familie seines im Sterben liegenden Partners verwehrt, von ihm Abschied zu nehmen. Und eine autistisch veranlagte Tierpflegerin ist schwanger.

Probleme zuhauf also. Wenn Nettelbeck ihre von handfesten Krisen gebeutelten Charaktere einen nach dem anderen einführt, kann einem angst und bange werden – schon wegen ihrer Anzahl. Glücklicherweise ergeht sich der Film nicht gänzlich in Tristesse. Er weist titelgemäß auch Wege aus der Krise hinaus. Und weil die Figuren überwiegend fein gezeichnet sind, entwickelt man Interesse an ihren Nöten – Bjarne Mädel, Jenny Schily, Christian Berkel, Mark Waschke und Peter Lohmeyer sei Dank.

Von Jörg Brandes / RND

Der Artikel "„Was uns nicht umbringt“: Probleme zuhauf" stammt von unserem Partner, dem RedaktionsNetzwerk Deutschland.